Formel 1

Mercedes-Motorenabteilung schlägt Alarm: „Das ist absolutes Neuland für uns“

Mercedes-Motorenabteilung schlägt Alarm: „Das ist absolutes Neuland für uns“
Toto Wolff of the Mercedes-AMG Petronas F1 Team participates in Race Day on Yas Island, Abu Dhabi, on December 7, 2025. (Photo by Ahmad AlShehab/NurPhoto via Getty Images)

Die Formule 1 steht vor einer der größten technologischen Zäsuren ihrer Geschichte.

Mit einem komplett neuen Motorenreglement, nachhaltigen Kraftstoffen, einem stärkeren Fokus auf die Elektrifizierung und völlig neu konstruierten Boliden verspricht das Jahr 2026 einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit.

Obwohl Mercedes von vielen als Favorit gehandelt wird, dämpft Motorenchef Hywel Thomas die Erwartungen. Seiner Meinung nach wird 2026 fundamental anders verlaufen als frühere Reglementänderungen, wie etwa im Jahr 2014.

Damals dominierte Mercedes den Beginn der Hybrid-Ära mit einer konkurrenzlosen Power Unit. Doch Thomas warnt.

„Der Erfolg im Jahr 2026 wird nicht von einer einzigen spektakulären Innovation abhängen. Es wird um die Summe zahlloser kleiner Optimierungen gehen.“

„Jede Motorenkalibrierung, jedes Kraftstoffgemisch, jede Anpassung im Thermomanagement ist entscheidend.“

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Kein neuer Brawn-ähnlicher Wunder-Motor

Laut Thomas kann keine Rede von einem „Wunder-Motor“ oder einem technischen Geniestreich sein, der das gesamte Feld auf den Kopf stellt, wie es 2009 der Doppeldiffusor von Brawn GP tat.

„Dies ist nicht nur eine Evolution dessen, was wir kennen, das ist eine Revolution“, stellt er fest.

Die Herausforderung ist laut Thomas beispiellos.

„Wir arbeiten an einem komplett neuen Antriebsstrang, wir stellen auf nachhaltige Kraftstoffe um, und der Hybrid-Anteil spielt eine noch größere Rolle.“

„All das trifft auf ein völlig neues Fahrzeugkonzept. Wir müssen in einem Tempo lernen, das wir so noch nie zuvor erlebt haben.“

Effizienz ist dabei das Schlüsselwort. Nicht nur auf der Strecke, sondern auch während der Entwicklung.

„Wir können uns nicht auf lange Testzyklen verlassen. Wir müssen schneller entwerfen, simulieren, validieren und nachjustieren.“

„Effizienz ist kein Modewort, sie ist buchstäblich ausschlaggebend“, so Thomas.

Mercedes steht laut ihm nicht nur vor einer technischen, sondern auch vor einer strategischen Herausforderung. Jedes Team ist dabei, sein Auto nach dem neuen Reglement von Grund auf neu zu konstruieren. Es geht darum, die Power Unit und das Chassis perfekt aufeinander abzustimmen.

„Unser Erfolg hängt davon ab, ob wir diese Integration zwischen Antrieb und Fahrverhalten schneller und besser hinbekommen als die Konkurrenz.“

Obwohl Mercedes beim geheimen Test in Barcelona in puncto Zuverlässigkeit und Abstimmung zwischen Motor und Chassis beeindruckte, bleibt Thomas realistisch.

„Wir haben noch nicht alles von Red Bull, Ferrari oder McLaren gesehen.“

„Erst in Bahrain, unter anderen Bedingungen, werden wir wirklich wissen, wo wir stehen.“

„Wir wollen mit unserer Power Unit Rennen gewinnen und Weltmeister werden.“

„Aber das wird nur gelingen, wenn wir vom ersten Tag an alles im Griff haben, in einer Saison, in der nichts selbstverständlich ist.“

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