Formel 1

Mercedes droht mit Boykott des Großen Preises von Australien

Mercedes droht mit Boykott des Großen Preises von Australien
Toto Wolff is the CEO of the Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team during the Formula 1 pre-season testing at the Bahrain International Circuit in Sakhir, Bahrain, on February 12, 2026. (Photo by Marcel van Dorst/EYE4IMAGES/NurPhoto via Getty Images)

Nächster Eklat in der Formel 1: Mercedes droht mit Boykott des Saisonauftakts in Australien

Der Grund ist eine mögliche Anpassung des Motorenreglements durch die FIA, knapp einen Monat vor dem ersten Rennen der Saison 2026.

Laut Insidern würden die Änderungen Mercedes dazu zwingen, ihre Power Unit zu modifizieren, wodurch ihr Wettbewerbsvorteil auf einen Schlag verschwinden würde.

Im Mittelpunkt steht dabei ein technischer Punkt aus dem Reglement für 2026: ein maximales Verdichtungsverhältnis von 16:1 (Erklärung).

Mercedes soll es jedoch gelungen sein, unter Rennbedingungen ein Verhältnis von 18:1 zu erreichen. Dieser Unterschied ergibt sich aus der Temperaturdifferenz zwischen Testbedingungen und der tatsächlichen Hitze auf der Rennstrecke.

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Kontrolle bei Zimmertemperatur

Die FIA führt ihre Kontrollen nämlich bei Zimmertemperatur durch, weshalb dieser potenzielle Vorteil bislang unbemerkt geblieben wäre.

Sieben Teams, die keine Motoren von Mercedes beziehen, haben mittlerweile ihre Kräfte gebündelt. Sie dringen auf eine Verschärfung der Testverfahren.

Diese Änderung könnte durch eine Abstimmung noch vor dem Saisonstart durchgesetzt werden. Damit wären Mercedes und seine Kundenteams (McLaren, Williams und Alpine) gezwungen, ihre Triebwerke kurz vor Melbourne anzupassen.

Laut der Schweizer Zeitung Blick hat Mercedes sogar damit „gedroht“, ihre Autos in Australien überhaupt nicht an den Start zu bringen.

„Die Fahrzeuge mit Mercedes-Antrieb könnten den Saisonauftakt möglicherweise verpassen, wenn die Regeln kurzfristig angepasst werden.“ Dennoch bezeichnet Blick dies als eine „leere Drohung“, unter anderem aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Formel 1.

Dennoch ist die Unsicherheit groß. Wenn der Kompressions-Trick von Mercedes erlaubt bleibt, ist ihnen der Vorsprung so gut wie sicher.

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Sollte er jedoch verboten werden, könnte das Team massiv in die Bredouille geraten. Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärte gegenüber Autosport, dass das Schicksal seines Teams nun in den Händen der FIA und des Formel 1 Managements (FOM) liege.

„Es sind nicht nur die Teams. Man braucht auch die Stimmen des Dachverbandes und des Inhabers der kommerziellen Rechte. Wenn sie sich entscheiden, einer gemeinsamen Agenda zu folgen, dann sind wir geliefert“, sagte er.

Ursprünglich sah es danach aus, dass eine eventuelle Regeländerung erst 2027 in Kraft treten könnte. Doch da die Opposition gegen Mercedes nun offenbar genügend Stimmen zusammen hat, könnten sie sich dazu entscheiden, die Änderung im Eilverfahren durchzudrücken.

Bislang wurde noch keine offizielle Abstimmung angekündigt, aber der Druck wächst von Tag zu Tag.

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