Formel 1

Max Verstappen verzichtet auf Mitleid

Max Verstappen verzichtet auf Mitleid
MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 08: Sixth placed Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing is interviewed during the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 08, 2026 in Melbourne, Australia. (Photo by Andy Hone/LAT Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202603080228 // Usage for editorial use only //

Regel-Umbruch und schwächelndes Auto: Max Verstappen frustriert über wachsende Ungewissheit bei Red Bull

Dass Max Verstappen aktuell unzufrieden ist, wäre wohl eine Untertreibung. Der Niederländer, der zwischen 2021 und 2024 ununterbrochen Weltmeister wurde, belegt nach drei Rennen mit mageren zwölf Punkten lediglich den neunten Rang in der Weltmeisterschaft. Dennoch verspürt er keinerlei Bedürfnis nach Mitleid.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Ein sechster Platz in Australien und ein achter Rang in Japan sind die einzigen Resultate, bei denen Verstappen bisher in die Punkte fuhr. In Shanghai kam es noch dicker: Er blieb im Sprint ohne Zähler und schied im Hauptrennen mit einem Leck im Kühlwassersystem aus.

Inakzeptable Ergebnisse, durch die sich der Ex-Weltmeister derzeit im Klassement hinter Fahrern wie Pierre Gasly und Oliver Bearman wiederfindet. Für einen viermaligen Champion ist dies absolutes Neuland.

Der RB22 erweist sich als schwer zu bändigen, doch Verstappen hat aus seinem Frust nie einen Hehl gemacht. Seine Kritik am Reglement für 2026 äusserte er bereits vor Jahren, sie wurde während der Testfahrten vor der Saison lauter und fiel seit dem tatsächlichen Inkrafttreten der Regeln nur noch schärfer aus.

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Derzeit sucht Verstappen Zuflucht in der GT3

Der Niederländer erklärte, dass er in den neuen Autos bisher keine einzige Runde lang Fahrspass empfunden habe. Gegenüber BBC Sport gab er zu, dass es sich nicht besonders gesund anfühle, sich ständig selbst dazu antreiben zu müssen, einhundert Prozent zu geben.

Abseits der Formel 1 hat Verstappen Zuflucht in anderen Projekten gefunden. Nach Japan reiste er für einen GT-Test an die Nordschleife. Seine GT3-Abenteuer und das Team, das er dort aufbaut, dienen ihm als Ventil, das ihm im aktuellen F1-Umfeld fehlt.

„Ich habe ohnehin viele andere Projekte, für die ich eine grosse Leidenschaft hege. Den GT3-Sport. Nicht nur das Fahren an sich, sondern auch das Team.“

„Es macht wirklich Freude, das aufzubauen, und ich möchte das in den kommenden Jahren weiter expandieren. Es ist nicht so, dass ich nichts mehr zu tun hätte, falls ich hier aufhören sollte.“

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„Ich werde immer meinen Spass haben, auch bei vielen anderen Dingen in meinem Leben,“ so Verstappen.

Bezüglich eines möglichen Rücktritts am Ende dieser Saison gab er sich nüchtern.

„Um ehrlich zu sein, ist es ein bisschen traurig, dass wir überhaupt darüber sprechen müssen. Es ist, wie es ist.“

„Man muss kein Mitleid mit mir haben. Ich werde schon klar kommen,“ so der Niederländer.

Er liess zudem durchblicken, dass Anpassungen am Reglement eine Rolle bei seiner Entscheidung spielen werden, und fügte vielsagend hinzu:

„Sie wissen, was sie zu tun haben.“

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