Formel 1

Max Verstappen verliert Sieg: „Da hat er mich wieder überholt“

Max Verstappen verliert Sieg: „Da hat er mich wieder überholt“
Formula 1 driver Max Verstappen of Oracle Red Bull Racing competes during the Formula 1 Japan Suzuka race at the Suzuka Formula 1 circuit in Suzuka, Japan, on March 29, 2025. (Photo by Marcel van Dorst/EYE4IMAGES/NurPhoto via Getty Images)

„Ein Abend mit Max Verstappen“: Seltene Fan-Momente bei exklusiver Theatershow in Amsterdam

Vor rund neunhundert Viaplay-Abonnenten erklärte er, warum seine berühmte letzte Runde in Abu Dhabi 2021 eigentlich eine Abrechnung mit einer früher verpassten Chance war.

Der Grand Prix von Malaysia 2016 ging als das Rennen in die Geschichte ein, in dem Lewis Hamilton sein Triebwerk in Flammen aufgehen sah und damit Nico Rosberg den Titel praktisch auf dem Silbertablett servierte.

Hinter dieser Story verbarg sich jedoch ein ganz anderer Kampf. Rosberg kämpfte sich nach einer Kollision in der Startrunde durch das Feld, die Ferraris waren an diesem Sonntag zu langsam, und Sepang entwickelte sich zu einem Duell der beiden Red Bulls. Daniel Ricciardo gegen Max Verstappen, Stoßstange an Stoßstange.

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Verstappens Überholversuch: Hier ging es schief

Verstappen hatte den Sieg eigentlich schon so gut wie in der Tasche. Bei einem der Überholmanöver wählte er die Außenbahn in der schnellen Linksschikane und passierte seinen australischen Teamkollegen. Doch in diesem Moment streikte sein Körper.

„Ich habe ihn außenrum überholt, in dieser schnellen Linkskurve, dieser Schikane. Ich dachte: Jetzt habe ich ihn, aber dann bekam ich einen Krampf in der Wade. Also ging ich vom Gas, und dadurch hat er mich wieder außenrum zurücküberholt,“ so Verstappen.

Ricciardo feierte an jenem Nachmittag seinen ersten Sieg seit Spa 2014. Verstappen musste sich mit P2 begnügen und einem Frust, der jahrelang im Verborgenen schlummerte.

Artikel geht unter dem Instagram-Video weiter.

https://www.instagram.com/reel/DXQ0i7QDMrE

Max Verstappen gibt sich selbst ein Versprechen

Verstappen schwor sich seitdem, in einer ähnlichen Situation nie wieder vom Gaspedal zu gehen. Egal wie schmerzhaft der Krampf auch sein würde, es dürfte nie wieder ein Grund sein, Tempo herauszunehmen.

„Damals habe ich mir gesagt: Wenn ich jemals wieder einen Krampf bekomme, werde ich natürlich nicht lupfen,“ erklärte der Niederländer gegenüber Moderatorin Amber Brantsen.

Dieses Versprechen sollte sich im Nachhinein als entscheidend für eine der legendärsten Schlussrunden der jüngeren F1-Geschichte erweisen. Fünf Jahre später jagte Verstappen auf frischen Soft-Reifen in Yas Marina Lewis Hamilton im Kampf um den WM-Titel, und genau in diesem Moment wiederholte sich die Geschichte.

Grand Prix von Abu Dhabi 2021 wurde zur Abrechnung

Während der besagten 58. Runde schoss derselbe Krampf durch seine Wade. Diesmal entschied er sich für den entgegengesetzten Ansatz. Er blieb voll auf dem Gas, überholte Hamilton in Kurve fünf und fuhr als Weltmeister über die Ziellinie.

„Dann kam es also in Abu Dhabi auf die letzte Runde an. Wenn es dann schiefgeht, verzeiht man sich das natürlich nie, auch wenn ich nach dieser letzten Runde einen riesigen Tennisball hatte. Pech gehabt. Ich habe mich an dem Abend gut hydriert, also war am Ende alles wieder okay,“ so Verstappen.

Der Tennisball, auf den er anspielt, war das zusammengezogene Muskelgewebe in seiner Wade, ein bekanntes Phänomen für jeden, der schon einmal schwere Krampfattacken erlebt hat.

Verstappen erhält Scheck

Zudem erhielt Verstappen auf der Bühne einen Scheck über 24.750 Euro für Wings for Life, die Red Bull Stiftung, die sich der Rückenmarksforschung widmet.

Zwischen den Anekdoten kam zudem die aktuelle schwierige Phase zur Sprache, in der der viermalige Weltmeister nach drei Rennen lediglich zwölf Punkte eingefahren hat und auf dem neunten Platz in der Meisterschaft rangiert.

Die Aufzeichnung der eineinhalbstündigen Show ist bis zum 24. April bei Viaplay zu sehen. Auf der Bühne leisteten Giedo van der Garde und Mike Hezemans Verstappen Gesellschaft, die als enge Freunde der Familie fungierten.

Der Grand Prix von Malaysia verschwand nach 2017 übrigens endgültig aus dem Formel-1-Kalender. Sepang ist Geschichte, wodurch Verstappen nie wieder die Chance bekam, seinen verlorenen Sieg auf demselben Asphalt doch noch geradezurücken.

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