Formel 1 Max Verstappen verliert Nürburgring-Sieg nach bitterem Teamfehler Von A. Schenk 16. Mai 2026 F1-News Langstrecke Max Verstappen Nürburgring Max Verstappen kehrt an den Ort des Scheiterns zurück. Vor vier Jahren wollte Max Verstappen noch im Formel-1-Auto eine Demofahrt auf dem Nürburgring absolvieren, bis der damalige Red Bull Berater Helmut Marko persönlich intervenierte und ihm den Einsatz untersagte. Heute Nachmittag steht die Nordschleife erneut auf seinem Programm, allerdings in einer völlig anderen Rolle. Als Teilnehmer des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring greift er ins Lenkrad eines Mercedes-AMG GT3 seines eigenen Teams, Verstappen Racing. Das Rennen startet um 15.00 Uhr und dauert über die volle Distanz von 24 Stunden. Verstappen teilt sich das Cockpit mit drei erfahrenen GT3-Piloten: Jules Gounon, Dani Juncadella und Lucas Auer. Das Quartett startet in der Klasse SP9 Pro, der Top-Kategorie im Starterfeld. Die Strecke misst insgesamt 25,3 Kilometer inklusive der legendären Nordschleife, die auch als Grüne Hölle bekannt ist. Lies auch: Belgien-GP: FIA veröffentlicht offizielle Startaufstellung nach Strafen Disqualifikation und Rückschläge im Vorfeld Es ist nicht sein erster Einsatz in der Eifel. Bei seinem Nordschleifen-Debüt im Jahr 2025 feierte Verstappen zusammen mit Chris Lulham den Sieg beim NLS-Auftakt. Der Brite ist das Sim-Racing-Talent, das er selbst bei Verstappen Sim Racing ausgebildet hat. Die Vorbereitung auf das diesjährige Event verlief jedoch weniger reibungslos. Auch bei seinem zweiten NLS-Lauf überquerte Verstappen als Sieger die Ziellinie, doch der Erfolg wurde ihm nachträglich durch eine Disqualifikation aberkannt. Das Team wurde aus der Wertung genommen, da ein zusätzlicher Reifensatz verwendet wurde. Der Fehler unterlief in der Qualifikation, als das Team bei einer Lufttemperatur von fünf Grad Celsius verschiedene Mischungen testete. Verstappen Racing veröffentlichte nach der Disqualifikation ein kurzes Statement: „Ein enttäuschendes Ergebnis, aber wir machen weiter. Wir können viel aus diesem Wochenende lernen und es gibt genug, worauf wir uns freuen können,“ so das Team. Bei seinem weiteren Auftritt im Jahr 2026 streikte der Mercedes-Bolide vorzeitig aufgrund technischer Probleme. Dennoch stellte der Niederländer in allen bisherigen NLS-Rennen unter Beweis, dass er den GT3-Boliden dominant bewegen kann – eine Leistung, die selbst erfahrenen Endurance-Spezialisten selten so schnell gelingt. Überschattet wurde die Vorbereitung zudem von einem tödlichen Unfall während der Qualifikationsrennen im April. Der 66-jährige finnische Pilot Juha Miettinen kam bei einem schweren Zwischenfall ums Leben, woraufhin das Rennen nicht wieder aufgenommen wurde. Verstappen war an diesem Tag ebenfalls am Start, entschied sich jedoch nach dem Vorfall gegen eine Fortsetzung der Fahrt. Text geht unter dem Bild weiter. Montoya und Marko äußern Sicherheitsbedenken Der tödliche Unfall löste Kritik in der Formel-1-Welt aus. Ex-F1-Pilot Juan Pablo Montoya vertritt die Ansicht, dass Red Bull Verstappen die Starts auf der Nordschleife untersagen sollte. „Es könnte ein Unfall passieren, er könnte sich ein Bein oder einen Arm brechen,“ so Montoya in seinem Podcast. Er betonte weiter, dass das enorme finanzielle Investment, das Red Bull in Verstappen getätigt hat, Grund genug für ein Eingreifen sein müsse. Helmut Marko vertrat bereits früher einen ähnlichen Standpunkt. Als Verstappen 2022 eine Demofahrt mit einem Formel-1-Auto auf dem Nürburgring absolvieren wollte, schritt Marko persönlich ein. „Das stand gar nicht zur Debatte. Das war mir viel zu gefährlich, deshalb habe ich dem Ganzen ein Ende gesetzt und es verboten,“ erklärte Marko. Verstappen Racing als Favorit auf den Sieg Trotz aller Rückschläge gilt Verstappen Racing an diesem Wochenende als einer der großen Sieganwärter. Bei jedem NLS-Einsatz auf der Nordschleife, an dem Verstappen teilnahm, siegte er oder lag souverän in Führung, bevor das Pech zuschlug. Das macht ihn in den Augen vieler Experten vielleicht sogar zum Top-Favoriten für den 24-Stunden-Klassiker. Zudem startet er von einem starken vierten Platz. Die Konkurrenz ist jedoch hochkarätig. ROWE Racing, die Vorjahressieger der Gesamtwertung, kehren mit einer nahezu identischen Fahrerbesetzung zurück und gelten ebenfalls als ernste Titelkandidaten. Es versprechen also spannende 24 Stunden auf dem 25,3 Kilometer langen Kurs zu werden. Lies auch: Ferrari kassiert 10.000 Euro Geldstrafe nach Doppel-Fehler beim GP von Belgien Lies auch: FIA verhängt drastische Startplatzstrafen: Max Verstappen profitiert von Rückversetzung seiner Konkurrenten Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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