Formel 1

Max Verstappen nachträglich zum Sieger erklärt

Max Verstappen nachträglich zum Sieger erklärt
MIAMI, FLORIDA - MAY 03: Fifth placed Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing looks on in parc ferme during the F1 Grand Prix of Miami at Miami International Autodrome on May 03, 2026 in Miami, Florida. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Platz fünf in Miami: Verstappen feiert bestes Saisonergebnis trotz Hindernis-Rennen in Florida. Dass der Limburger dieses Resultat einfahren konnte, grenzt an ein Wunder, denn am Sonntag sprach in Miami alles gegen den Weltmeister.

Als die Ampeln auf Grün sprangen, brach im Kampf der drei Spitzenreiter sofort Chaos aus.

Antonelli und Verstappen verbremsten sich beide in Kurve eins, woraufhin Leclerc der lachende Dritte war und die Führung übernahm.

Während Antonelli seine zweite Position durch das Nutzen der Auslaufzone gerade noch verteidigen konnte, verlor Verstappen seinen RB22 in der zweiten Kurve komplett. Er drehte sich, konnte das Rennen glücklicherweise aber fortsetzen.

Der Niederländer fiel weit zurück und musste sich mühsam durch das Mittelfeld pflügen. Auch das verlief nicht reibungslos: Er war in eine Kollision mit Liam Lawson verwickelt und sorgte mit seinen Überholmanövern gegen die Williams-Boliden für Verärgerung bei Carlos Sainz.

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Früher Stopp als taktisches Risiko

In Runde sechs nutzte Red Bull die Chance für einen frühen Stopp unter dem Safety-Car, das nach den Abflügen von Isack Hadjar und Pierre Gasly auf die Strecke gekommen war. Durch diesen frühen Service war Verstappen nun auf harten Reifen unterwegs, was jedoch bedeutete, dass ihm ein extrem langer Stint bevorstand.

Die Strategie zeigte zunächst die gewünschte Wirkung. In der mittleren Phase des Rennens zeigte der viermalige Weltmeister eine starke fahrerische Leistung und übernahm sogar kurzzeitig die Führung, als die Konkurrenz um ihn herum an die Box kam.

Kimi Antonelli und Lando Norris zogen in der Folge für Mercedes respektive McLaren das Tempo an. Auf den alten Hard-Reifen war es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis der Niederländer zurückgereicht wurde.

Nach dem Rennen stellte sich heraus, dass der Tag für Verstappen noch ein Nachspiel hatte. Die Stewards stellten fest, dass Verstappen bei seinem Boxenstopp die weiße Linie am Boxenausgang überfahren hatte und belegten ihn mit einer Zeitstrafe von fünf Sekunden.

Normalerweise hätte ihn diese Strafe auf P6 hinter Charles Leclerc zurückgeworfen, da die beiden nach einem harten Kampf auf der Strecke innerhalb einer halben Sekunde ins Ziel gekommen waren.

Charles Leclerc kassierte jedoch eine deutlich härtere Strafe von zwanzig Sekunden, nachdem die Kommissare befunden hatten, dass er in der dramatischen Schlussrunde mehrfach die Strecke verlassen hatte, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Dank dieser Strafe gegen Leclerc behielt Verstappen seinen fünften Platz. Obwohl ein Start von P2 und ein Zieleinlauf auf Rang fünf auf dem Papier kein beeindruckendes Ergebnis darstellen, kämpfte sich Verstappen durch ein Rennen in einem Red Bull, der der Konkurrenz an der Spitze schlichtweg nicht gewachsen war.

Dass die Fans dies honorierten, zeigte das Voting zum Driver of the Day: Die Zuschauer wählten Verstappen zum Fahrer des Tages.

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Durch den fünften Platz verbesserte sich Verstappen in der Fahrerwertung um zwei Positionen auf P7. Kimi Antonelli feierte seinen dritten Sieg in Folge und baute seinen Vorsprung auf Teamkollege George Russell auf zwanzig Punkte aus.

Mercedes führt die Konstrukteursweltmeisterschaft nun mit 180 Punkten an, was einem Vorsprung von 68 Zählern auf Ferrari entspricht.

Für Verstappen und Red Bull erweist sich die Saison 2026 bislang als schwieriges Unterfangen. Die Upgrades, die das Team nach Miami mitbrachte, halfen zwar dabei, im Qualifying den zweiten Startplatz zu sichern, im Rennen fehlt es jedoch weiterhin an der Pace, um ganz vorne mitzumischen.

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