Formel 1 Max Verstappen beendet Formule 1 Karriere: Formel-1-Weltmeister plant ein Sabbatjahr BARCELONA, SPAIN - MAY 31: Max Verstappen of Red Bull is seen during the qualifying session ahead of the Formula One Spanish Grand Prix 2025 at Circuit de Barcelona-Catalunya in Barcelona, Spain on May 31, 2025. (Photo by Pablo Morano/Anadolu via Getty Images) Von A. Schenk 16. April 2026 David Croft F1-News Formel 1 Johnny Herbert Max Verstappen Gerüchte verdichten sich: Legt Verstappen ein Sabbatjahr ein? Zwei bekannte Stimmen bringen nämlich auffallend unterschiedliche Szenarien ins Spiel. Ex-Pilot und TV-Experte Johnny Herbert skizziert einen abenteuerlichen Weg über die World Endurance Championship zu McLaren. Sky Sports-Kommentator David Croft warnt hingegen davor, dass ein Sabbatjahr Verstappen sportlich teuer zu stehen kommen könnte und ihm bei einer Rückkehr nur eine einzige ernsthafte Option ließe. Herbert hat sich in den vergangenen Wochen mehrfach kritisch über das neue technische Reglement geäußert, das eingeführt wurde. Verstappen hat ebenfalls seine Abneigung gegen die Tatsache deutlich gemacht, dass die aktuellen Autos zu sehr vom Energiemanagement abhängen und zu wenig von reinem Racing. Das ist nämlich genau die Art von Motorsport, die der Limburger am wenigsten schätzt. In diesem Kontext sieht Herbert einen Ausflug in eine andere Rennserie nicht als Flucht, sondern als logische Entscheidung. Lies auch: Titelkampf: Bernie Ecclestone spricht deutliche Warnung an Max Verstappen aus Andere Klassen „Es ist eigentlich gut, wenn wir Formel 1-Fahrer auch in anderen Klassen sehen. Das ist lange Zeit nicht mehr wirklich passiert, auch wenn Fernando Alonso es getan hat“, so Herbert gegenüber Vision4Sport. Konkret denkt Herbert an die 24 Stunden von Le Mans und den weiteren WEC-Kalender. Verstappen selbst hat bereits früher Interesse am Langstreckensport gezeigt. Er testete 2023 bereits einen Hypercar von Ferrari und sprach mehrfach positiv über die Atmosphäre und das Format von Le Mans. Eine Teilnahme mit McLaren würde in diesen Rahmen passen. Die britische Marke ist nämlich mit ihrem Hypercar-Programm in der WEC aktiv und könnte ein attraktiver Partner für Verstappen bei einem solchen Zwischenprojekt sein. „Legt er ein Sabbatjahr ein, um zwischendurch mit McLaren in der WEC zu fahren? Das könnte eine interessante Option sein“, meint Herbert. Aus Le Mans als Formel 1-Pilot zu McLaren zurückzukehren, ist das Szenario, das Herbert vorschwebt. Er sieht den Wechsel zu diesem Team als eine Möglichkeit für Verstappen, neue Motivation zu schöpfen. „Man kann verstehen, warum er diesen Schritt machen würde, weil er das Gefühl hat, dass es wahrscheinlich etwas Frisches ist. Etwas, das den Funken und die Spannung wieder entfachen würde, zu einem anderen Team zu gehen und die Herausforderung zu genießen, McLaren wieder ganz nach oben zu bringen. Sie standen letztes Jahr natürlich an der Spitze, als Lando auf WM-Niveau performte, aber das haben sie momentan nicht ganz“, so Herbert. Croft: Der Zug fährt ohne Verstappen ab Während Herbert das Sabbatjahr als Chance begreift, ist Sky Sports-Kommentator David Croft eher besorgt über die Konsequenzen. Seine Argumentation dreht sich vor allem um das Timing. Der Fahrermarkt in der Formel 1 ist extrem schnelllebig und die Top-Teams besetzen ihre Cockpits frühzeitig. Ein Jahr Abwesenheit bedeutet, dass Verstappen bei den Teams, auf die es wirklich ankommt, ins Abseits geraten könnte. „Wenn er ein Jahr aussetzt, ist die Chance groß, dass der Zug bei Mercedes, McLaren und Ferrari bereits abgefahren ist. Dann gerät man in eine Situation, in der man nicht einfach so bei einem Top-Team einsteigen kann“, erklärt Croft in der Sky Sports F1 Show. Croft sieht in diesem Szenario nur eine verbleibende Option für Verstappen bei einer Rückkehr. Aston Martin hat nämlich in der Regel größere Mühe, seine Fahrerpaarung frühzeitig zu fixieren, und könnte bei einem Abgang oder einer Vertragsänderung eventuell Platz für den Niederländer haben. Doch Croft fügt eine entscheidende Bedingung hinzu. Artikel geht weiter unter der Abbildung. „Es sieht so aus, als ob Aston Martin dann die einzige Option ist, weil dort möglicherweise noch Platz frei wird. Aber dann muss dieses Team auch um Siege mitfahren. Letztlich geht es für Verstappen um die Performance auf der Strecke, nicht um das, was auf dem Papier steht“, so Croft. Aston Martin performt derzeit nicht auf dem Niveau, das Verstappen gewohnt ist. Das Team kämpft mit sportlichen Rückschlägen, technischen Herausforderungen rund um ihren Honda-Motor und interner Unruhe auf Management-Ebene. Das macht es unwahrscheinlich, dass Verstappen dort glücklich werden würde, selbst wenn es die einzige verfügbare Option wäre. Der Grund, warum derartige Szenarien ernst genommen werden, hat maßgeblich mit der Situation bei Red Bull zu tun. Verstappen hat sich in dieser Saison offen frustriert über das 2026er-Reglement gezeigt. Das Auto ist schwierig zu fahren, Red Bull kämpft mit der Balance sowie der Zuverlässigkeit und der Rückstand auf Mercedes und Ferrari ist deutlich sichtbar. Für einen Fahrer, der es gewohnt ist zu dominieren, sind das schwierige Arbeitsbedingungen. Hinzu kommt, dass die Vertragssituation von Verstappen bei Red Bull langsam aber sicher komplexer wird. Sein aktueller Kontrakt läuft zwar bis Ende 2028, enthält aber Ausstiegsklauseln, die an die Performance des Teams gekoppelt sind. Wenn Red Bull die Wende nicht schnell einleitet, könnte Verstappen theoretisch früher gehen, als das offizielle Enddatum vermuten lässt. Die Frage ist weniger, ob Verstappen unzufrieden ist. Diese Unzufriedenheit hat er selbst bestätigt. Die Frage ist, was er daraus macht und zu welchem Zeitpunkt. Ein Sabbatjahr klingt verlockend für jemanden, der Abstand und neue Reize braucht. Aber wie Croft völlig zurecht anmerkt, ist die Formel 1 kein Sport, der wartet. Lies auch: Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada Lies auch: Großer Automobilhersteller unterstützt V8-Rückkehr in die Formel 1 Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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