Formel 1 Marko warnt die F1: „Nicht der Fahrer, sondern die Software wird künftig den Unterschied machen“ Von A. Schenk 14. Februar 2026 F1-News Formel 1 Helmut Marko Nach Jahrzehnten in der Formel 1: Helmut Marko erlebt 2026 seine erste Saison ohne offizielle Rolle bei Red Bull. In einem Interview mit dem Schweizer Blick spricht der mittlerweile 82-jährige Österreicher offen über die neue Realität im Sport und worum es seiner Meinung nach heutzutage wirklich geht. „Ich verspüre vorerst keinen Drang, wieder bei den Rennen vor Ort zu sein, aber ich informiere mich täglich weiter“, sagt Marko. „In Australien werde ich um fünf Uhr morgens vor dem Fernseher sitzen.“ Marko räumt ein, dass die glorreichen Zeiten der Formel 1 endgültig vorbei sind. Die Ära, in der Piloten noch manuell schalteten und genau wussten, warum ein Auto liegen blieb, liegt hinter uns. Lies auch: George Russell wütend nach Ferrari-Blockade: F1-Teams stellen sich bei wichtiger Regeländerung quer Kraftstoff wird in der neuen Ära ebenfalls entscheidend Heutzutage dominieren Energiemanagement und Software. Der Elektroantrieb ist mittlerweile mindestens so leistungsstark wie der Verbrennungsmotor: Das Verhältnis liegt nun bei 50:50. Marko fasst es scharf zusammen. „Die Softwarespezialisten sind jetzt wichtiger als die Fahrer.“ „Sie müssen fast für jedes Rennen ein neues Programm schreiben. Und der Fahrer muss sich jedes Mal aufs Neue wie in der Schule hinsetzen und lernen.“ Wer sich am schnellsten an das neue Reglement anpassen kann, sei schwer vorherzusagen, findet er. Dennoch nennt er Arvid Lindblad, den jungen Britisch-Schweden bei Racing Bulls, als Beispiel für einen intelligenten Piloten. Lindblad ist erst 18 Jahre alt und wurde, natürlich, von Marko selbst entdeckt. Auch die Rolle des Kraftstoffs ist seiner Meinung nach in der neuen Ära entscheidend. „Mercedes scheint einen kleinen Vorteil zu haben. Aber können sie das auch auf der Strecke umsetzen? Der Sprit spielt in diesem Jahr eine wichtige Rolle.“ „Red Bull hat mit dem eigenen Motor bisher gute Arbeit geleistet und das muss man auch, wenn man Verstappen bei Laune halten will.“ Die Testfahrten in Bahrein, die am Mittwoch beginnen, werden laut Marko sofort wichtige Erkenntnisse liefern. In Barcelona, wo zuvor private Tests stattfanden, waren es noch keine zehn Grad. In Bahrein werden Temperaturen von bis zu dreißig Grad erwartet. Die Kühlung der Batterie, ein essenzieller Bestandteil des neuen Antriebsstrangs, könnte dadurch problematisch werden. Zudem weist Marko auf die Bedeutung des neuen Mindestgewichts hin: 770 Kilo inklusive Fahrer. Ein Unterschied von zehn Kilo kann auf manchen Strecken schnell vier Zehntel pro Runde ausmachen. „Das größte Geheimnis? Das Gewicht, das wird ausschlaggebend sein“, so Marko. „Wie im Jahr 2022, als Sauber als einziges Team wirklich Erfolg bei der Gewichtseinsparung hatte und in den ersten neun Rennen sieben Mal punkten konnte.“ Lies auch: Jetzt knickt auch Toto Wolff ein: Formel 1 muss endlich durchgreifen Lies auch: Grand Prix von China nach massiven Problemen mit der Rennstrecke abgesagt: FIA greift ein Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 George Russell wütend nach Ferrari-Blockade: F1-Teams stellen sich bei wichtiger Regeländerung quer Formel 1 Jetzt knickt auch Toto Wolff ein: Formel 1 muss endlich durchgreifen Formel 1 Grand Prix von China nach massiven Problemen mit der Rennstrecke abgesagt: FIA greift ein Formel 1 FIA greift bei Mercedes durch: George Russell disqualifiziert Formel 1 „Max Verstappen gewinnt UFC-Schlacht gegen Lewis Hamilton“ Formel 1 Fans aufgepasst: Formel-1-Rennen an diesem Wochenende an einem anderen Tag
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