Formel 1

Lewis Hamilton fleht Ferrari nach demütigendem GP von Miami an

Lewis Hamilton fleht Ferrari nach demütigendem GP von Miami an
MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 16: Lewis Hamilton of Great Britain and Scuderia Ferrari prepares to drive prior to the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 16, 2025 in Melbourne, Australia. (Photo by Bryn Lennon - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Lewis Hamilton legt nach dem Grand Prix von Miami den Finger in die Wunde von Ferrari.

Der siebenmalige Weltmeister ist davon überzeugt, dass McLaren, Mercedes und Red Bull durch ihre Frontflügel-Konzepte einen Performance-Vorteil gefunden haben, auf den Ferrari bisher noch nicht reagiert hat.

Das Wochenende in Miami verlief für Lewis Hamilton wechselhaft. Phasenweise zeigte er sich mit dem runderneuerten SF-26 zufrieden, doch als es darauf ankam, fehlte dem Briten der nötige Speed, um um das Podium mitzukämpfen.

Ferrari brachte elf neue Komponenten mit nach Florida, darunter eine neue Endplatte für den Frontflügel und den überarbeiteten Macarena-Heckflügel. Dennoch war das einzige Ausrufezeichen der Scuderia das Training, in dem Charles Leclerc die Bestzeit setzte. Danach lief es schief.

Leclerc lag vor der Schlussphase noch in den Top Drei, doch ein Dreher in der letzten Runde warf den Monegassen auf die sechste Position zurück. Eine nachträgliche Zeitstrafe ließ ihn sogar noch weiter auf den achten Platz abrutschen. Hamilton beendete das Rennen als Siebter.

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McLaren und Red Bull passten beide den Frontflügel an

Die Scuderia musste mitansehen, wie McLaren die Rolle Ferraris als größter Herausforderer von Mercedes übernahm. Lando Norris und Oscar Piastri flankierten den Rennsieger Kimi Antonelli auf dem Podium, während auch Red Bull mit Max Verstappen und seinem zweiten Startplatz im Qualifying beeindruckte.

Hamilton hat eine klare Erklärung für den Leistungsunterschied. Sowohl McLaren als auch Red Bull führten in Miami sieben neue Teile ein, wobei beide Teams auch Modifikationen am Frontflügel vornahmen.

Red Bull veränderte alle drei Flap-Elemente sowie die Endplatte, um mehr Abtrieb zu generieren und den Luftstrom zu stabilisieren. McLaren passte die Endplatten des MCL40-Frontflügels als Teil eines umfangreichen Aerodynamik-Pakets an.

„Mercedes, McLaren und Red Bull machen etwas anderes mit dem Frontflügel als wir“, erklärte Hamilton gegenüber unter anderem PlanetF1.com.

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„Wir müssen das untersuchen, um zu sehen, ob wir dort etwas verbessern können.“

„Schaut euch einfach die Flügel der anderen an und vergleicht sie mit unserem. Man sieht sofort, dass das anders aussieht“, fügte er hinzu.

„Ich weiß nicht, ob das der einzige Grund ist, aber ich frage mich schon, welchen Effekt das hat, denn die anderen scheinen daraus einen Vorteil zu ziehen.“

Bezüglich des Ferrari-Updatepakets äußerte sich Hamilton verhalten optimistisch, blieb aber ehrlich bei der Analyse der Defizite.

„Das Team hat unglaublich hart gearbeitet, um diese Teile ans Auto zu bringen, und es ist ein Schritt nach vorne.“

„Aber die anderen haben eben auch einen Schritt gemacht.“

In Bezug auf McLaren gab er sich bemerkenswert offenherzig.

„Ich habe gehört, dass das Paket von McLaren deutlich mehr gebracht hat, als sie selbst erwartet hatten.“

„So haben wir unser Paket nicht erlebt. Sie machen also offensichtlich etwas anders.“

Bereits früher in dieser Saison zog der Frontflügel von Mercedes beim Großen Preis von China die Aufmerksamkeit auf sich, als der Flügel von Antonelli einen mehrphasigen Übergang zwischen Geraden und Kurven zeigte. Dies stellte sich im Nachhinein jedoch als Problem mit dem Hydraulikdruck heraus und nicht als bewusste technische Entscheidung.

Während die Konkurrenz in Miami mit ihrer Frontflügel-Geometrie Fortschritte machte, scheint die Scuderia in diesem Bereich noch Potenzial liegen zu lassen. Da die Saison noch in einem frühen Stadium ist, bleibt Zeit zum Nachbessern, doch der Rückstand darf nicht weiter anwachsen.

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