Formel 1

Leclerc beschreibt Ferrari, McLaren, Mercedes und Red Bull mit nur einem Wort

Leclerc beschreibt Ferrari, McLaren, Mercedes und Red Bull mit nur einem Wort

Großes Potenzial und zahlreiche Siege: Charles Leclerc wartet weiter auf den ersten WM-Titel

Charles Leclerc hat in seiner Karriere bereits einige besondere Momente erlebt, doch sein erster F1-Sieg und sein Heimerfolg in Monaco stehen in einer ganz eigenen Kategorie.

Der Monegasse sprach kürzlich im italienischen Podcast The BSMT von Gianluca Gazzoli offen darüber und charakterisierte dabei auch seine Rivalen mit jeweils einem Wort. Für Ferrari wählte Leclerc ohne Zögern „Leidenschaft“. McLaren beschrieb er als „Geschwindigkeit“, Mercedes als „Präzision“ und für Red Bull verwendete er den Begriff „Ambition“.

Letztere Wahl ist interessant, da Red Bull in dieser Saison mit einem schwächelnden Auto und einer von Fragezeichen umgebenen Zukunft rund um Max Verstappen zu kämpfen hat. Doch Leclerc blickt offenbar über die aktuelle Saison hinaus auf das, was Red Bull als Organisation seit jeher antreibt.

Sein eigenes Team Ferrari präsentiert sich im Jahr 2026 bislang stark. Nach drei Rennen hat Leclerc 49 Punkte auf dem Konto und belegt den dritten Platz in der Weltmeisterschaft hinter den Mercedes-Piloten Kimi Antonelli und George Russell.

Titelkampf: Bernie Ecclestone spricht deutliche Warnung an Max Verstappen aus

Lies auch: Titelkampf: Bernie Ecclestone spricht deutliche Warnung an Max Verstappen aus

Leclerc beschrieb, wie schwierig es war, fokussiert zu bleiben

Er holte Podestplätze in Australien sowie Japan und kam in China als Dritter ins Ziel, auch wenn diese Ergebnisse phasenweise eher trotz als wegen der perfekten Performance des SF-26 zustande kamen.

Das Energiemanagement des Autos blieb ein Sorgenkind, und Teamkollege Lewis Hamilton äußerte nach Japan offen seine Frustration über den Leistungsmangel seines Wagens. Leclerc gelang es dennoch, das Potenzial auf seiner Seite der Garage besser auszuschöpfen.

Rückblickend auf seinen ersten Sieg in Monza im Jahr 2019 beschrieb Leclerc, wie schwierig es war, die Konzentration aufrechtzuerhalten.

„Ich hatte Mühe, fokussiert zu bleiben. Die Woche in Monza ist immer etwas Besonderes, weil man spürt, wie ganz Italien die Scuderia nach vorne peitscht.“

„Unter diesem ganzen Druck zu gewinnen, macht den Moment nur noch schöner“, so Leclerc.

Jener Erfolg auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke unweit von Mailand war sein erster Sieg als Formel-1-Pilot, gefolgt von einem weiteren Triumph nur eine Woche später in Singapur.

Artikel geht weiter unter der Abbildung.

Es war die Bestätigung dafür, dass Ferrari endlich einen Fahrer hatte, der die Scuderia tragen konnte. Dieses Versprechen hat er seither Stück für Stück eingelöst, auch wenn der WM-Titel noch auf sich warten lässt.

Sein emotionalster Sieg ist jedoch zweifellos der beim Grand Prix von Monaco 2024. Nachdem er jahrelang auf dem Stadtkurs seiner Heimat durch Pech oder Strategiefehler zurückgeworfen worden war, leistete sich das Team diesmal keinen Patzer und er fuhr fehlerfrei zum Sieg.

„Ich habe auf den Straßen gewonnen, auf denen ich früher mit dem Bus zur Schule gefahren bin. Ich stand buchstäblich in der Startaufstellung und habe auf den Bus gewartet.“

„Es war ein Moment, von dem ich zusammen mit meinem Vater lange geträumt hatte.“

„Ich bin sicher, dass er und Jules das alles von oben sehen. Ich möchte sie weiterhin zum Lächeln bringen“, sagte Leclerc.

Diese Bezugnahme auf Jules Bianchi – sein früherer Mentor und enger Freund, der 2015 nach den Folgen seines Unfalls beim Großen Preis von Japan verstarb – rührt an die menschliche Seite eines Fahrers, dessen Laufbahn stets von Verlusten und Erinnerungen begleitet wurde.

Sein Vater Hervé verstarb 2017, kurz nach Charles‘ Debüt in der Formel 2. Für 2026 hofft Leclerc, dass Ferraris geplante Upgrades für Miami und die folgenden Rennen ihn von Podestplätzen zu Siegen führen können.

Der Rückstand auf Mercedes ist zwar vorhanden, doch Ferrari belegt den zweiten Platz in der Konstrukteursweltmeisterschaft und die Scuderia hat bewiesen, dass sie schnell entwickeln kann. Ob Leclerc der erste Ferrari-Pilot seit Kimi Räikkönen im Jahr 2007 wird, der Weltmeister wird, bleibt vorerst ein Traum für die Zukunft.

Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada

Lies auch: Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada

Großer Automobilhersteller unterstützt V8-Rückkehr in die Formel 1

Lies auch: Großer Automobilhersteller unterstützt V8-Rückkehr in die Formel 1

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen