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Kollision mit Känguru: Pilot muss sich nach heftigem Crash übergeben

Kollision mit Känguru: Pilot muss sich nach heftigem Crash übergeben
COFFS HARBOUR, AUSTRALIA - NOVEMBER 25: An Eastern Grey Kangaroo is seen at Look At Me Now Headland on November 25, 2022 in Coffs Harbour, Australia. As spring gives way to summer on Australia's east coast, many areas that were badly hit by a prolonged year of heavy rains are hoping for clearer skies and better weather for the season. (Photo by Matt Jelonek/Getty Images)
Von A. Schenk 18. Februar 2026

Horror-Crash bei den 12 Stunden von Bathurst: Känguru-Kollision sorgt für dramatische Szenen in Australien

Der deutsche Pilot Christopher Mies kollidierte mit seinem Ford Mustang GT3 mit rund 250 km/h im schnellsten Streckenabschnitt des Mount Panorama Circuit, der Conrod Straight, nur zwanzig Minuten nach dem Start des Rennens mit einem Känguru.

Der zweimalige Gesamtsieger blieb bei dem Zwischenfall unverletzt, doch sein Fahrzeug wurde schwer beschädigt. Der Aufprall war so heftig, dass die Windschutzscheibe vollständig zertrümmerte und die Frontpartie des Mustang zerstört wurde.

Das Känguru, dessen Gewicht auf etwa 92 Kilo geschätzt wurde, zerbarst bei der Kollision förmlich, wodurch das Auto und Mies mit Blut und Innereien bedeckt wurden. TV-Bilder zeigten den Fahrer, wie er sich am Streckenrand übergeben musste, nachdem er durch das Blut und den extremen Geruch komplett die Sicht verloren hatte.

„Ich konnte nichts mehr sehen, die Windschutzscheibe war komplett zerstört“, erklärte Mies gegenüber Speedcafe.

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Unfall hätte weitaus schlimmer enden können

„Ich war über und über mit Blut und allem, was in einem Känguru so drin ist, bedeckt. Meine Augen hingen voll mit Innereien.“

„Ich musste mir erst einmal die Augen sauber wischen, da ich keine Ahnung hatte, wo ich mich gerade befand.“

Anschließend versuchte er, seinen Wagen an der Mauer abzustellen, aus Angst, erneut getroffen zu werden.

„Ich habe schon zwei Mal geduscht, aber ich rieche es immer noch. Das Innere eines Kängurus riecht nicht gerade angenehm“, fügte er hinzu.

Das Team HRT Ford musste das Rennen aufgrund der irreparablen Schäden vorzeitig beenden. Auch Fahrzeuge vom BMW Team WRT und Tigani Motorsport Mercedes-AMG wurden in denselben Vorfall mit dem Känguru verwickelt. Mies betonte, dass der Unfall hätte viel schlimmer ausgehen können.

„Wenn das ganze Känguru ins Cockpit gekommen wäre… Die Hälfte war ja schon drin. Ich bin froh, dass ich hier noch stehen kann.“

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Die Präsenz von Kängurus rund um die Rennstrecke ist ein bekanntes Problem. Jedes Jahr gelangen Tiere auf den Kurs und sorgen für Rennunterbrechungen oder Neutralisierungen.

„Wir hatten bereits mehrfach ein Safety-Car wegen Kängurus auf der Strecke“, so Mies weiter.

Das Rennen endete im Chaos mit einem weiteren schweren Zwischenfall in der Schlussphase. Ralf Aron, der zu diesem Zeitpunkt in Führung lag, krachte im Streckenabschnitt Forrest’s Elbow frontal in den quer auf der Fahrbahn stehenden Porsche von Johannes Zelger.

Der Craft-Bamboo Mercedes von Aron fing nach dem Einschlag Feuer. Zur Bestürzung vieler Beobachter liefen die Rettungsmaßnahmen erst nach mehr als zwei Minuten an.

Aron konnte sich selbst aus dem Cockpit befreien und wurde später in stabilem Zustand in das Krankenhaus von Orange eingeliefert. Zelger blieb unverletzt. Das Rennen wurde letztlich von Maro Engel vom Team GMR gewonnen.

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