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Jeremy Clarkson bereitet sich auf den Tod vor: Moderator äußert seinen letzten Wunsch

Jeremy Clarkson bereitet sich auf den Tod vor: Moderator äußert seinen letzten Wunsch
SILVERSTONE, UNITED KINGDOM - July 06, 2025: Jeremy Clarkson, English television presenter. Race day for the F1 British Grand Prix 2025.

Jeremy Clarkson bereitet sich auf den Tod vor

Jeremy Clarkson is 64 Jahre alt, hat eine Herzoperation hinter sich und setzt sich zunehmend mit der eigenen Sterblichkeit auseinander.

Dafür gibt es zwei konkrete Gründe, die Dinge nun zu regeln. Seine Gesundheit ist der erste. Die neue britische Erbschaftsteuer auf landwirtschaftliche Betriebe ist der zweite.

In seiner wöchentlichen Kolumne in The Sunday Times schreibt er offen über die Vorbereitungen, die er trifft. Testament durchgesehen. Organspendeausweis geprüft. Gedanken darüber gemacht, was passieren soll, falls er das Bewusstsein verliert.

Zu letzterem Punkt findet er klare Worte. „Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass ich lieber nicht in einem vegetativen Zustand verharren möchte und es vorziehen würde, wenn nach einem längeren Sauerstoffmangel keine heroischen Wiederbelebungsversuche unternommen werden“, so Clarkson.

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Herzoperation und neue Ernährung

Im vergangenen Jahr musste sich Clarkson in Oxford einer Notoperation am Herzen unterziehen, nachdem er über Schmerzen geklagt hatte. Nach dem Eingriff stellte er auf eine gesündere Ernährung um, was zu einem sichtbaren Gewichtsverlust führte.

Wer ihn in den letzten Monaten gesehen hat, erblickt einen deutlich schlankeren Mann als jenen, der jahrelang am Steuer exotischer Sportwagen saß.

Clarkson ist der breiten Öffentlichkeit natürlich vor allem als Autopräsentator bekannt. Seine Jahre bei Top Gear und später The Grand Tour machten ihn zu einem der ikonischsten Moderatoren weltweit.

Auch die Formel 1 entgeht seiner Meinung nicht. Clarkson äußert sich regelmäßig über Fahrer und Teams und tut dies mit jener Direktheit, die ihn berühmt gemacht hat. Max Verstappen kann auf seine Sympathie zählen, doch Clarkson schont niemanden, wenn er von einer Sache überzeugt ist.

Erbschaftsteuer

Clarkson betreibt die Diddly Squat Farm in Chadlington sowie den Pub The Farmer’s Dog in Asthall bei Burford. Durch seine Serie Clarkson’s Farm auf Amazon Prime entwickelte er sich in den letzten Jahren zu einem der bekanntesten Gesichter in der britischen Debatte über die Lage der Landwirte.

Die britische Regierung hat beschlossen, dass Farmen mit einem Wert von über einer Million Pfund ab April 2026 mit zwanzig Prozent Erbschaftsteuer belastet werden.

Für viele Familienbetriebe bedeutet das in der Praxis, dass die Kinder das Land verkaufen müssen, um die Steuer bezahlen zu können. Clarkson schreibt in seiner Kolumne, dass die Kinder eines Landwirts, der nach dem 5. April verstirbt, durch die neue Regelung zum Verkauf gezwungen wären.

Er hofft, lange genug zu überleben, um einen politischen Umschwung mitzuerleben. „Ich hoffe durchzuhalten, bis die Labour-Partei weg ist“, schreibt er in der Hoffnung, dass eine nachfolgende Regierung die Reform rückgängig macht.

Landwirte im Widerstand

Im November 2024 nahm Jeremy Clarkson an einem Protestmarsch in London gegen die Erbschaftsteuer teil. Tausende Landwirte zogen durch die Hauptstadt, um ihrem Unmut Luft zu machen.

Luke Hawes, ein Vieh- und Ackerbauer aus Oakley bei Thame, erklärte seine Teilnahme.

„Die Politik der Regierung ist nicht tragbar. Vor allem die Erbschaftsteuer auf landwirtschaftliche Immobilien und Betriebsvermögen nicht. Mein Vater ist 81 Jahre alt und Eigentümer des Familienbetriebs, der auf etwa sechs Millionen Pfund geschätzt wird. Wenn er innerhalb von sieben Jahren nach der Übergabe stirbt, könnte uns eine enorme Steuerrechnung treffen“, so Hawes.

Clarkson teilt diese Frustration und nutzt seine Plattform, um ihr Gehör zu verschaffen. Seine Kolumnen und seine Serie erreichen ein Publikum, das sich normalerweise wenig mit den Herausforderungen des Agrarsektors beschäftigt.

Dass er selbst Landwirt geworden ist, verleiht seiner Stimme natürlich mehr Glaubwürdigkeit, als wenn er rein als Außenstehender darüber schreiben würde.

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