Formel 1

Hamilton mit gemischten Gefühlen trotz deutlicher Fortschritte

Hamilton mit gemischten Gefühlen trotz deutlicher Fortschritte
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Lewis Hamilton absolviert erste Ausfahrt im Ferrari SF-26: Historisches Debüt mit Anlaufschwierigkeiten

Der siebenfache Weltmeister beendete die Vormittagssession des ersten Wintertesttags in Bahrain auf dem siebten Platz der Zeitentabelle, bevor er den Boliden an Charles Leclerc übergab.

Wie in dieser Phase der Vorbereitung üblich, sind die Rundenzeiten noch relativ wenig aussagekräftig, doch Hamiltons Feedback zum Auto und seinem Arbeitsumfeld liefert durchaus interessante Einblicke.

Lewis Hamilton gab zu, Probleme beim Bremsen im SF-26 zu haben, was laut Analysten jedoch nicht exklusiv auf den Briten zutraf. Mehrere Fahrer klagten in den Morgenstunden über das Grip-Niveau auf der Strecke.

Journalist Edd Straw, der Hamiltons Fahrten direkt an der Strecke beobachtete, merkte im The Race F1 Podcast an, dass Ferraris neuer Bolide zumindest ein wichtiges Problem gelöst zu haben scheint, das Hamilton im vergangenen Jahr noch stark behindert hatte.

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Hamilton arbeitet vorerst mit Ex-Ingenieur von Räikkönen

„Der Ferrari sah beim Einlenken ziemlich reaktionsschnell aus, besonders in den langsameren Kurven.“

„Das ist an sich positiv, denn Lewis hatte damit in der letzten Saison zu kämpfen. Das Auto schien besser anzusprechen, zum Beispiel in Kurve 4,“ so Straw.

Dennoch schwang in seiner Analyse auch eine gewisse Vorsicht mit.

„Manchmal wirkte das Auto fast zu nervös, was auch am Wind liegen könnte. Das Heck wirkte jedenfalls unruhig, vor allem in den schnellen Sektionen nach Kurve 4.“

„Kein Grund zur Panik, aber Ferrari hat noch Arbeit vor sich.“

Ein weiterer Stolperstein für Hamilton ist das Fehlen eines festen Renningenieurs. Nach dem Abschied von Riccardo Adami innerhalb der Ferrari-Organisation arbeitet Hamilton vorerst mit dem ehemaligen Ingenieur von Kimi Räikkönen zusammen. Diese Kooperation ist aus seiner Sicht jedoch alles andere als ideal.

Während seines Medientermins in Bahrain ließ Hamilton daran kaum Zweifel aufkommen.

„Es ist eigentlich eine schwierige Phase, denn die aktuelle Lösung ist nicht langfristig angelegt. Es ist nur für ein paar Rennen.“

„Schon früh in der Saison wird es sich wieder ändern und ich muss mich an jemand anderen gewöhnen.“

„Das ist ein Nachteil für mich, gerade in einer Saison, in der man eigentlich mit Leuten starten möchte, die Erfahrung mit einem haben.“

„Erfahrene Leute wissen, was man in schwierigen Situationen braucht. Und das habe ich aktuell nicht.“

„Aber das ist nun mal die Situation, in der ich stecke. Ich versuche, das Beste daraus zu machen, und das Team gibt ebenfalls sein Bestes, um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten.“

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