Formel 1 Größtes Renncircuit des Landes insolvent: Jetzt entbrennt ein erbitterter Kampf default Von A. Schenk 11. März 2026 F1-News Formel 1 Überraschende Wende im Insolvenzverfahren um den Gotland Ring Nach dem Verkauf der Insolvenzmasse ist ein erbitterter Streit darüber entbrannt, wer tatsächlich das Recht hat, die Rennstrecke zu betreiben. Das Unternehmen, das für den Betrieb des Gotland Ring verantwortlich war, ging Anfang des Jahres in die Insolvenz. Die schwedische Steuerbehörde griff ein, nachdem etwa 2,3 Millionen schwedische Kronen an unbezahlten Arbeitgeberbeiträgen offenstanden. Bei der vollständigen Prüfung der finanziellen Situation stellte sich heraus, dass sich die Gesamtschulden auf mehr als 20 Millionen Kronen beliefen. Der Insolvenzverwalter beschloss daraufhin, die Vermögenswerte des Unternehmens im Rahmen einer Auktion zu veräußern. Dabei ging die Firma Drivefast Sweden AB als Sieger hervor. Hinter diesem Unternehmen steht eine Gruppe ehemaliger Minderheitsaktionäre des Projekts. Nach dem Kauf erklärte Drivefast in einer Pressemitteilung, dass sie nun Eigentümer des gesamten Geschäftsbetriebs, der Gebäude sowie der Betriebsrechte für die Rennstrecke seien. Kurz darauf wurden auch die Schlösser des Areals ausgetauscht. Lies auch: Abwerbeversuch gescheitert: Red Bull wollte Ferrari-Topmann verpflichten Die juristische Lage ist weniger eindeutig als es scheint Doch die juristische Situation ist keineswegs so einfach, wie sie zunächst erscheint. Der ehemalige Großaktionär und langjährige Kopf hinter der Strecke, Alec Arho Havrén, bestreitet die Ansprüche der neuen Eigentümer. Seiner Ansicht nach liegt das Nutzungsrecht für das Grundstück nämlich weiterhin bei seinem Unternehmen Advantage Group Oy. Dieses Unternehmen ist beim Grundeigentümer Nordkalk als Hauptmieter registriert. Laut Havrén bedeutet dies, dass Drivefast die Strecke überhaupt nicht nutzen kann. „Das wird schwierig für sie, denn sie haben kein Nutzungsrecht. Ich besitze den Hauptmietvertrag und die Gesetzeslage ist eindeutig.“ Drivefast widerspricht dieser Darstellung vehement. Laut Sprecher Klaus Takkula hat das Unternehmen durch die Auktion eben jene Rechte erworben, die Rennstrecke zu besitzen und zu betreiben. Artikel geht unter dem Bild weiter. Er behauptet, dass Havrén allenfalls versuchen könne, bestimmte Teile des Geländes abzusperren, er selbst jedoch keine Veranstaltungen mehr auf der Strecke organisieren könne. „Wir haben die Strecke selbst gekauft und damit das Recht, die Aktivitäten fortzuführen, die zuvor von dem Unternehmen ausgeübt wurden.“ „Alec kann vielleicht versuchen, uns von bestimmten Teilen des Geländes fernzuhalten, aber die Strecke selbst gehört uns.“ „Wenn er dort weiterhin Veranstaltungen verkauft, ist das schlichte Täuschung seiner Kunden.“ Der Insolvenzverwalter bestätigt, dass die Aktiva des insolventen Unternehmens tatsächlich an Drivefast verkauft wurden. Gleichzeitig will er sich nicht zu der Frage äußern, wer letztlich das Recht hat, die Rennstrecke tatsächlich zu nutzen. Laut Insolvenzverwalter Jacob Callmander wird voraussichtlich ein Gericht entscheiden müssen, wie die Eigentums- und Nutzungsrechte exakt verteilt sind. Auch der Grundeigentümer Nordkalk hält sich vorerst im Hintergrund und wartet ab, bis das Insolvenzverfahren vollständig abgeschlossen ist. Der Gotland Ring gilt als eine der spektakulärsten Rennstrecken der Welt. Für Motorsport-Fans und Unternehmen, die Events auf dem Kurs geplant hatten, sorgt der aktuelle Rechtsstreit jedoch für große Unsicherheit über die Zukunft des Komplexes. Lies auch: Max Verstappen zur Mäßigung aufgerufen: „Respektiere das“ Lies auch: Formel 1 live aus dem Pool: Dieses Rennen macht es in dieser Saison möglich Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Abwerbeversuch gescheitert: Red Bull wollte Ferrari-Topmann verpflichten Formel 1 Max Verstappen zur Mäßigung aufgerufen: „Respektiere das“ Formel 1 Formel 1 live aus dem Pool: Dieses Rennen macht es in dieser Saison möglich Formel 1 F1-Pilot schlägt nach 50G-Crash Alarm: „Wir sind gewarnt“ Formel 1 Max Verstappen erhält Warnung vor Nürburgring-Rennen: „Nicht drängeln“ Formel 1 Jos Verstappen warnt vor Red Bull-Chaos: „Das Team bricht auseinander!“