Formel 1

Gianpiero Lambiase vor Wechsel zu McLaren: Jetzt reagiert Zak Brown

Gianpiero Lambiase vor Wechsel zu McLaren: Jetzt reagiert Zak Brown
MEXICO CITY, MEXICO - OCTOBER 24: Gianpiero Lambiase, Head of Racing of Oracle Red Bull Racing looks on during practice ahead of the F1 Grand Prix of Mexico at Autodromo Hermanos Rodriguez on October 24, 2025 in Mexico City, Mexico. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Da jedes Team im Paddock Gianpiero Lambiase verpflichten wollte, war ein Abschied aus Milton Keynes nahezu unvermeidlich.

Es ist nun offiziell bestätigt. Gianpiero Lambiase verlässt Red Bull Racing nach Ablauf seines Vertrages im Jahr 2028 und wird Chief Racing Officer bei McLaren. CEO Zak Brown teilte die Neuigkeit am Donnerstag via X mit und fand lobende Worte für die Verpflichtung einer der angesehensten Persönlichkeiten der Formel-1-Welt.

„Ich freue mich bekanntgeben zu können, dass Gianpiero Lambiase als Chief Racing Officer zum McLaren-Team stoßen und an Teamchef Andrea Stella berichten wird, sobald sein Vertrag spätestens Ende 2028 ausläuft.“

„Er verstärkt ein großartiges Team unter Andreas Leitung, und ich bin gespannt darauf, was wir gemeinsam erreichen können“, so Brown.

Gianpiero Lambiase ist bereits der dritte prominente Abgang aus dem Red-Bull-Lager, der den Weg nach Woking findet. Chief Designer Rob Marshall vollzog den Wechsel bereits 2024, während Strategie-Direktor Will Courtenay Anfang 2026 bei McLaren anfing.

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Aston Martin und Williams wurden zuvor ebenfalls genannt

Alle drei arbeiteten während seiner vier aufeinanderfolgenden Weltmeister-Kampagnen eng mit Max Verstappen zusammen, und alle drei fanden eine neue Heimat bei dem Team, das in den vergangenen zwei Jahren den Konstrukteurstitel gewann.

Die Bekanntgabe folgte auf monatelange Gerüchte. Bereits früher in dieser Saison wurde Lambiase mit Aston Martin und Williams in Verbindung gebracht, doch McLaren setzte sich im Werben durch.

Im Januar deutete noch vieles darauf hin, dass er bei Red Bull bleiben würde, doch der Deal mit McLaren war laut Journalist Jon Noble bereits vor Beginn der Saison 2026 unter Dach und Fach. Lambiase hatte den Winter genutzt, um seine Optionen abzuwägen.

Bei McLaren übernimmt Lambiase eine andere Rolle als bei Red Bull. Als Renningenieur und Head of Racing war er die direkte Schnittstelle zwischen Auto und Fahrer, als Chief Racing Officer wechselt er nun in eine umfassendere operative Position.

Er berichtet an Andrea Stella und ist damit Teil einer Führungsstruktur, die von McLaren-Insidern als ergänzend und nicht als ersetzend beschrieben wird.

Zuvor kursierende Berichte, wonach Lambiase als künftiger Nachfolger von Stella geholt wurde, dementierte McLaren.

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Lambiase begann seine Karriere in der Formel 1 beim Jordan-Team, das mittlerweile als Aston Martin firmiert. 2015 wechselte er zu Red Bull Racing, zunächst als Renningenieur von Daniil Kvyat.

Nach dessen Ablösung durch den damals 16-jährigen Verstappen begann eine der erfolgreichsten Partnerschaften der modernen Formel 1. Die beiden werden von Ex-Teamchef Christian Horner gelegentlich wie ein altes Ehepaar beschrieben.

„Ich habe ihm gesagt, dass ich nur mit ihm zusammenarbeite. Sobald er aufhört, höre ich auch auf.“

Diese Aussage erhält nun eine neue Dimension, da Lambiase 2028 geht, während Verstappen seinen Vertrag bei Red Bull ebenfalls bis Ende 2028 hält.

Ob der Niederländer selbst über einen Wechsel zu McLaren nachdenkt oder den Sport verlässt, ist die große Frage, die das Fahrerlager beschäftigt. Helmut Marko bezeichnete den Abgang von Lambiase gegenüber österreichischen Medien als signifikanten Verlust für Red Bull.

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McLaren formt derweil ein technisches und strategisches Gerüst, das in den kommenden Jahren die Basis für weitere Erfolge legen soll.

Mit Stella als Teamchef, Marshall als Chief Designer, Courtenay als Sportdirektor und nun Lambiase als Chief Racing Officer hat das Team eine beeindruckende Expertise versammelt.

Zusammen repräsentieren sie jahrzehntelanges Formel-1-Wissen auf höchstem Niveau, inklusive der Phase der absoluten Dominanz von Red Bull zwischen 2021 und 2024.

Brown baut gezielt ein Team auf, das nicht nur in der Gegenwart konkurrenzfähig ist, sondern auch über die Strukturen für künftige Erfolge verfügt. Die Frage bleibt, ob der wichtigste Neuzugang erst noch bevorsteht.

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