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Formel 1 verliert nach Absage von zwei Grands Prix mehr als 100 Millionen Euro

Formel 1 verliert nach Absage von zwei Grands Prix mehr als 100 Millionen Euro
BAHRAIN, BAHRAIN - APRIL 13: The race start during the F1 Grand Prix of Bahrain at Bahrain International Circuit on April 13, 2025 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Kym Illman/Getty Images)

Formel 1: Herber finanzieller Rückschlag nach Streichung zweier Grand Prix aus dem Rennkalender 2026

Der Grand Prix von Bahrein und der Grand Prix von Saoedi Arabië finden nicht statt.

Diese Entscheidung folgt auf die zunehmenden Spannungen und militärischen Aktivitäten im Nahen Osten. Durch die Absagen reduziert sich die Anzahl der Rennen in dieser Saison von 24 auf 22.

Schätzungen zufolge entgehen dem Sport dadurch Einnahmen von mehr als 100 Millionen Euro.

Die beiden Läufe waren ursprünglich für April geplant. Der Grand Prix von Bahrein sollte am 12. April ausgetragen werden, das Rennen in Jeddah stand eine Woche später für den 19. April im Kalender.

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Logistische Probleme

Die Organisation entschied sich letztlich dazu, beide Events aufgrund von Sicherheitsrisiken und logistischen Problemen zu streichen.

Logistieke problemen

Die Situation in der Region verschlechterte sich, nachdem die Verenigde Staaten und Israël Ende Februar Angriffe auf Ziele in Iran durchgeführt hatten.

Dies führte zu Vergeltungsschlägen mit Raketen und Drohnen in verschiedenen Golfstaaten.

Infolgedessen entstanden große Sorgen um die Sicherheit und den Transport. Vor allem der Luftverkehr war von Einschränkungen betroffen. Dies stellt ein massives Problem für die Formule 1 dar, da die Teams zwischen den Rennen enorme Mengen an Material befördern.

Die Rennställe bewegen hunderte Tonnen Fracht von GP zu GP, darunter die Autos, Ersatzteile, das Boxenequipment und die TV-Infrastruktur. Diese Logistik wird über präzise geplante Frachtflüge abgewickelt.

Durch Luftraumsperrungen sowie die Bedrohung durch Raketen und Drohnen wurde dieser Transport zu riskant.

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Auch Versicherungsfragen spielten eine Rolle. Gemäß dem Sportlichen Reglement des Automobil-Weltverbands FIA muss die Sicherheit von Fahrern, Personal und Zuschauern garantiert sein, bevor ein Rennen stattfinden kann.

Neben den Sicherheitsbedenken hat die Entscheidung erhebliche finanzielle Auswirkungen. Der Grand Prix von Saoedi Arabië zahlt eine der höchsten Antrittsgebühren im gesamten Kalender.

Diese beläuft sich auf geschätzte 60 Millionen Dollar pro Jahr, was etwa 55 Millionen Euro entspricht. Bahrein zahlt rund 55 Millionen Dollar (ca. 51 Millionen Euro). Allein diese Beträge führen zu einem enormen Einnahmeverlust.

Zusätzlich fallen Einnahmen aus Ticketverkäufen, Sponsoring und Hospitality-Paketen weg. Beide Rennen ziehen normalerweise eine große Anzahl an Fans und Unternehmen an, die VIP-Arrangements buchen.

Auch die TV-Verträge sind betroffen, da Sendeanstalten und Kanäle für eine vollständige Saison mit allen Rennen bezahlen.

Dennoch bleibt das finanzielle Fundament der Formule 1 stabil. Im Jahr 2024 erwirtschaftete der Sport einen Umsatz von etwa 3,6 Milliarden Dollar, was umgerechnet mehr als 3,3 Milliarden Euro entspricht. Daher wird die Organisation diesen Rückschlag voraussichtlich abfedern können.

Es ist nicht das erste Mal, dass geopolitische Ereignisse die Weltmeisterschaft beeinflussen. Der Grand Prix von Bahrein wurde bereits 2011 aufgrund von Unruhen in der Region abgesagt.

Im Jahr 2020 wurde der Kalender durch die Corona-Pandemie massiv umgestaltet. Das kostete den Sport weltweit mehr als 150 Millionen Dollar. Auch der Russische Grand Prix verschwand 2022 nach der Invasion in der Oekraïne aus dem Kalender.

Im untenstehenden Video nimmt F1-CEO Stefano Domenicali Stellung:

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