Formel 1

Formel-1-Saisonstart: Die ersten Meter werden zum Minenfeld

Formel-1-Saisonstart: Die ersten Meter werden zum Minenfeld
MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 16: Liam Lawson of New Zealand driving the (30) Oracle Red Bull Racing RB21 on track during the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 16, 2025 in Melbourne, Australia. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202503160192 // Usage for editorial use only //

Neue Hybrid-Motoren erschweren Starts in der Formel 1

Noch vor dem ersten Rennen in Melbourne zeichnet sich ab, dass die neuen Hybrid-Motoren für massive Veränderungen sorgen werden.

Vor allem das Startprozedere erweist sich plötzlich als weitaus komplexer. Lando Norris erklärt, warum sich die Fahrer wegen der Auswirkungen des geänderten Motorenkonzepts Sorgen machen.

Seit dem Wegfall der MGU-H ist nämlich das sogenannte Turboloch in die Formel 1 zurückgekehrt. Im vorherigen Motorenkonzept half der Elektromotor am Turbolader noch dabei, Ladedruck aufzubauen und das Ansprechverhalten zu optimieren.

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350 kW

Diese Unterstützung fällt nun weg. Die einzige verbliebene elektrische Unterstützung kommt künftig von einem Elektromotor an der Kurbelwelle, der zwar bis zu 350 kW Leistung liefert, dies aufgrund der begrenzten Batteriekapazität aber nur für kurze Zeit durchhält.

Im Rennen wird das Energiemanagement weitgehend automatisch durch die Software geregelt. Beim Start liegt die Verantwortung jedoch wieder voll beim Fahrer.

„Das wird ein ganzes Stück schwieriger“, sagt Norris im Gespräch mit AMS. „Früher hielt die Batterie den Turbo stabil, was für ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen elektrischer Kraft und Verbrennungsmotor sorgte. Jetzt muss man das alles selbst ausbalancieren.“

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„Wenn man die Batterie für einen besseren Start einsetzt, hat man danach für den Rest der Runde keine Energie mehr übrig. Man startet vielleicht gut, aber noch vor Kurve 1 ist der Speicher leer. Auf Strecken wie in Mexiko kann das verheerend sein.“

Beim Saisonauftakt in Australien könnte dies zu chaotischen Situationen führen. Vor allem dann, wenn mehrere Autos Probleme beim Wegfahren haben.

Die Fehlerquote beim Start ist laut Norris deutlich höher als zuvor.

„Mit diesen neuen Motoren wird alles komplizierter“, sagt er. „Das größte Problem liegt im Aufbau des Ladedrucks kurz vor dem Losfahren. Die Batterie kann diese Lücken nicht mehr füllen. Ich erwarte daher, dass wir während der Testtage in Bahrein sehr viele Startübungen sehen werden.“

Sollte der amtierende Champion Norris recht behalten, werden die Unterschiede zwischen den Fahrern im Jahr 2026 bereits beim Erlöschen der roten Ampeln schmerzhaft sichtbar werden.

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