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Formel 1 reagiert auf Raketenangriffe in Streckennähe

Formel 1 reagiert auf Raketenangriffe in Streckennähe
MANAMA, BAHRAIN - FEBRUARY 28: Smoke rises after Iran carried out a missile strike on the main headquarters of the U.S. Navyâs 5th Fleet in Manama in retaliation against US-Israeli attacks, in Bahrain February 28, 2026. (Photo by Stringer/Anadolu via Getty Images)

Formel 1 beobachtet wachsende Spannungen im Nahen Osten nach iranischen Vergeltungsschlägen auf US-Militärstützpunkte genau

Dabei wurden auch Anlagen in Ländern getroffen, die in Kürze einen Grand Prix austragen. Davon betroffen sind unter anderem Bahrain und Saudi-Arabien, wo im April zwei aufeinanderfolgende Rennwochenenden auf dem Programm stehen.

Internationalen Medienberichten zufolge führten die iranischen Revolutionsgarden Angriffe mit Raketen und Drohnen durch. Dies sei eine Reaktion auf eine gemeinsame Militäroperation der USA und Israels am selben Tag gewesen.

Getroffen wurden dabei US-Stützpunkte in mehreren Golfstaaten. Neben Bahrain und Saudi-Arabien handelt es sich dabei um Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate.

All diese Länder haben in den vergangenen Jahren einen festen Platz im F1-Kalender eingenommen.

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Angriffsziele

Die iranischen Revolutionsgarden ließen verlauten, dass die Angriffe „gnadenlos fortgesetzt werden, bis der Feind entscheidend besiegt ist“.

Ein Sprecher der iranischen Streitkräfte warnte, dass jeder Stützpunkt, der zur Unterstützung der US-israelischen Offensive genutzt wird, ein legitimes Ziel darstellt.

Sehen Sie hier Aufnahmen des Angriffs auf Bahrain:

Der Große Preis von Bahrain ist für den 10. bis 12. April terminiert. Eine Woche später folgt der Große Preis von Saudi-Arabien vom 17. bis 19. April.

Die getroffene US-Marinebasis liegt etwa 32 Kilometer von der Rennstrecke in Bahrain und rund 11 Kilometer vom internationalen Flughafen des Landes entfernt.

Diese räumliche Nähe sorgt für zusätzliche Unruhe. Ein Sprecher des Bahrain International Circuit bestätigte, dass man bezüglich der Sicherheitslage in engem Kontakt mit der Formel-1-Organisation steht.

Reifenlieferant Pirelli hat bereits reagiert und einen geplanten Regenreifen-Test auf dem Kurs in Bahrain abgesagt.

„Die zwei Tage Entwicklungsarbeit für die Regenreifen, die für heute und morgen auf der Strecke in Bahrain geplant waren, wurden aus Sicherheitsgründen aufgrund der aktuellen internationalen Lage abgesagt“, teilte der Reifenhersteller mit.

„Alle Pirelli Mitarbeiter, die sich derzeit in Manama aufhalten, sind sicher in ihren Hotels untergebracht. Das Unternehmen arbeitet daran, ihre Sicherheit weiterhin zu gewährleisten und ihre Rückreise so schnell wie möglich zu organisieren.“

Zunächst Stationen auf anderen Kontinenten

Die Formel 1 selbst verweist darauf, dass die Saison zunächst auf anderen Kontinenten Station macht. Die Weltmeisterschaft beginnt nächste Woche vom 6. bis 8. März in Melbourne.

Danach folgen die Rennen in China vom 13. bis 15. März sowie in Japan vom 27. bis 29. März. Erst im Anschluss kehrt der Tross in den Nahen Osten zurück.

Ein Sprecher der Formel 1 erklärte: „Unsere nächsten drei Rennen finden in Australien, China und Japan statt, nicht im Nahen Osten. Diese Grands Prix liegen noch einige Wochen in der Zukunft. Wie immer beobachten wir eine Situation wie diese genau und arbeiten eng mit den relevanten Behörden zusammen.“

Bereits 2022 geriet der Große Preis von Saudi-Arabien unter Druck, nachdem während des Rennwochenendes eine Rakete in ein Öllager einschlug, das von der Strecke in Jeddah aus sichtbar war.

Die Fahrer hielten damals Krisensitzungen über ihre Sicherheit ab. Letztlich wurde entschieden, das Rennen dennoch durchzuführen. Dieser Vorfall führte seinerzeit zu heftigen Diskussionen über die Risiken von Rennen in geopolitisch instabilen Regionen.

US-Stützpunkte

Die aktuelle Situation ist komplexer, da mehrere Länder gleichzeitig in militärische Aktionen verwickelt sind. Analysten betonen, dass die Golfregion sowohl für westliche Staaten als auch für den Iran von enormer strategischer Bedeutung ist.

Die Präsenz von US-Stützpunkten in Bahrain und Katar spielt dabei eine zentrale Rolle. In Bahrain befindet sich das Hauptquartier der US-Fünften Flotte, was das Land zu einem wichtigen Knotenpunkt für Militäroperationen in der Region macht.

Bahrein war 2004 der Vorreiter für Rennen in dieser Region, seither kamen Abu Dhabi und später Saudi-Arabien sowie Katar zum Kalender hinzu.

Diese Events sind mit massiven Investitionen und langfristigen Verträgen verbunden. Die Organisatoren und lokalen Regierungen setzen stark auf den Sport, um ihre internationale Sichtbarkeit zu erhöhen.

Sollte die Situation weiter eskalieren, könnte dies Auswirkungen auf die Logistik und die Reisebewegungen haben. Die Teams transportieren tonnenweise Material per Flugzeug und Schiff zwischen den verschiedenen Grand-Prix-Standorten.

Luftraumsperrungen oder Einschränkungen im Hafenbetrieb könnten die Zeitpläne erheblich durcheinanderbringen.

Der Saisonstart in Australien am kommenden Sonntag ist nach aktuellem Stand nicht gefährdet.

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