Formel 1

Norris enthüllt, womit er am meisten zu kämpfen hat

Lando Norris
Lando Norris / Gettyimages
Von N. Lawrence 18. August 2025

Norris kämpft um den Titel, doch bestimmte Strecken bereiten ihm weiterhin Probleme.

Obwohl Lando Norris bereits einige beeindruckende Erfolge eingefahren hat, verläuft diese Saison für ihn alles andere als reibungslos. Auf bestimmten Strecken tut er sich nach eigener Aussage schwerer, als ihm lieb ist.

Nach vierzehn Rennen steht Norris bei 275 Punkten, lediglich Teamkollege Oscar Piastri liegt mit neun Zählern mehr knapp vor ihm.

Seine Siege errang Norris in Australien, Monaco, Österreich, Großbritannien und Ungarn. Besonders am Red Bull Ring fühlt er sich stark.

„Solche Strecken habe ich schon immer gemocht, ich hatte sofort eine Verbindung zu ihnen“, verriet er Motorsport.com. Diese Kursarten passen zu seinem natürlichen Fahrstil und geben ihm auf Anhieb Vertrauen.

Norris macht kein Geheimnis daraus: Sein Erfolg hängt unmittelbar davon ab, wie er sich im Auto fühlt. „Je wohler ich mich im Wagen fühle, desto besser fahre ich. Das ist ziemlich linear, es hängt direkt zusammen“, betont er. Sein Selbstvertrauen im Cockpit ist damit der Schlüssel zum Sieg, doch genau dieses Gefühl lässt sich nicht auf jeder Strecke gleich leicht abrufen.

Vor allem sogenannte front-limited circuits bereiten ihm Probleme. Gerade hier verliert die Frontpartie rasch an Haftung und dann entscheidet das Lenkgefühl über alles.

„Nehmen wir China, das sind typische front-limited Kurse, dort hängt alles am Gefühl für die Lenkung“, erklärt Norris.

Dort hatte er in diesem Jahr häufiger Mühe, seinen Rhythmus zu finden. Diese Situationen beschreibt er als besonders schwierig.

Dennoch beweist er immer wieder, dass Erwartungen und Realität nicht zwangsläufig übereinstimmen. Vor Monaco etwa rechnete er mit einem schwierigen Wochenende:

„Ich war extrem nervös vor dem Rennen. Riesiges Front-Graining, im Vorjahr war es dort furchtbar. Doch am Ende wurde es eines meiner besten Rennen der Saison.“ Solche Momente zeigen, dass Norris gerade in Phasen des Zweifelns oft über sich hinauswächst.

Für ihn ist die richtige Mischung aus Gefühl, Grip und Vertrauen der Schlüssel zum Erfolg. Auf Strecken, wo das Auto von Natur aus stabil liegt, kann er sein Potenzial besonders entfalten. Wo das nicht gegeben ist, muss er über Setup und Fahrstil gegensteuern, mit mal größerem, mal kleinerem Erfolg.

Eines ist jedoch klar: Norris bleibt unter den meisten Bedingungen hoch konkurrenzfähig. Mit noch zehn ausstehenden Rennen und nur einem minimalen Rückstand auf Piastri ist der Titelkampf völlig offen.

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