Formel 1

FIA greift ein: Verbot von Mercedes-Motor kurz vor dem GP von Australien

FIA greift ein: Verbot von Mercedes-Motor kurz vor dem GP von Australien
LAS VEGAS, NEVADA - NOVEMBER 22: Mercedes AMG Petronas F1 Team CEO and Team Principal Toto Wolff and Ferrari Team Principal Frédéric Vasseur chat in parc ferme during the F1 Academy podium celebration during the F1 Grand Prix of Las Vegas at Las Vegas Strip Circuit on November 22, 2025 in Las Vegas, United States. (Photo by Kym Illman/Getty Images)

Ferrari und weitere F1-Motorenhersteller erwarten wegweisende FIA-Entscheidung vor Saisonauftakt in Australien

Einem Bericht des Schweizer Blick zufolge steht Mercedes wegen eines vermeintlichen „Verdichtungstricks“ unter Beschuss. Das Team soll diesen nutzen, um zusätzliche Performance aus seiner neuen Power Unit für 2026 zu generieren.

Die ersten Testfahrten vor der Saison in Bahrein haben die Gemüter bereits erhitzt. Grund dafür ist nicht nur die Kritik am neuen technischen Reglement, sondern auch mögliche Ungleichheiten zwischen den Motorenherstellern. Ferrari, Honda und Audi sollen über die Regelauslegung von Mercedes erzürnt sein.

Laut Blick behauptet Ferrari sogar, dass die FIA plane, das erhöhte Verdichtungsverhältnis in den Mercedes-Motoren zu verbieten, noch bevor die Formel 1 Saison am 8. März in Melbourne beginnt.

Dies würde bedeuten, dass alle Mercedes-Kundenteams, McLaren, Williams und Alpine, plötzlich ohne legale Spezifikation dastehen könnten.

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Ferrari blickt zuversichtlich nach vorn

Es stehen große Fragezeichen dahinter, ob es technisch überhaupt möglich ist, die Power Unit vor dem Auftaktrennen noch anzupassen, was ein schwerer Schlag für Mercedes und seine Kunden wäre.

Die neuen F1-Antriebseinheiten sind ab 2026 zu 50 Prozent elektrisch und verzichten auf die MGU-H. Dies sorgt für Herausforderungen bei der Energiegewinnung und -abgabe.

Mercedes soll einen Weg gefunden haben, über ein erhöhtes Verdichtungsverhältnis mehr Energie zu speichern oder bei der Leistungsabgabe effektiver zu nutzen, was besonders beim Beschleunigen und bei Überholmanövern vorteilhaft ist. Mercedes-Teamchef Toto Wolff weist die Kritik entschieden zurück.

„Die Regeln sind sehr eindeutig“, sagte er bereits zuvor.

„Also seht zu, dass ihr eure Hausaufgaben macht.“

Teamchef Fred Vasseur lässt derweil wissen, dass er damit zufrieden ist, wie Ferrari abseits des Rampenlichts agiert.

Der italienische Rennstall hatte bereits im Vorjahr vor Startschwierigkeiten mit dem neuen Reglement gewarnt und laut Insidern den Turbo bewusst kleiner dimensioniert, um schneller auf Touren zu kommen – ein Vorteil bei stehenden Starts.

„Das Positive ist, dass niemand über uns spricht“, so Vasseur.

„Das ist genau die Situation, die ich mir wünsche.“

Ferrari hat im Hintergrund eine solide Testwoche absolviert, mit hohen Kilometerzahlen und einer guten Balance zwischen Qualifying-Simulationen und Longruns. Laut Vasseur gehe es nun vor allem darum, Ruhe zu bewahren und den Fokus zu halten.

„Wir haben in diesem Jahr bei Null angefangen. Keine Referenzpunkte, kein Vergleichsmaterial.“

„Das bedeutet: Man spult sein eigenes Programm ab und lässt sich nicht von den anderen beirren.“

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