Formel 1

FIA greift ein: Formel-1-Reglement kurz vor dem Saisonauftakt angepasst

FIA greift ein: Formel-1-Reglement kurz vor dem Saisonauftakt angepasst

Formel 1 passt Reglement im Hinblick auf die Saison 2026 erneut an

Nur noch 13 Tage vor dem Saisonauftakt der Weltmeisterschaft in Melbourne bereitet die FIA eine Eilentscheidung vor, die den Einsatz aktiver Aerodynamik beim Start untersagt.

Auslöser sind die Erkenntnisse der Wintertests in Bahrein, bei denen einige Risiken deutlich wurden.

Konkret geht es um den sogenannten Geradeaus-Modus der aktiven Aerodynamik. Nach dem aktuellen Reglement war es den Fahrern bisher gestattet, diese Einstellung zwischen der Startaufstellung und der ersten Kurve zu verwenden.

Dies sorgte zwar für zusätzlichen Topspeed, ging jedoch mit deutlich weniger Abtrieb einher. Besonders in der hektischen Phase Richtung Kurve eins, wenn das gesamte Feld eng beieinander liegt, wurde dies als gefährlich eingestuft.

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100 Punkte weniger Abtrieb

„Eine Gruppe von 22 Autos mit einer aerodynamischen Last, die um 100 Punkte niedriger liegt, scheint mir das perfekte Rezept für eine Katastrophe zu sein“, so die treffende Zusammenfassung von Oscar Piastri.

Während der Beratungen innerhalb der F1 Commission und in diversen Briefings im Fahrerlager mehrten sich die Stimmen, die eine Anpassung forderten.

Die Teams haben untereinander bereits eine Einigung erzielt, den Geradeaus-Modus beim Start nicht einzusetzen.

„Ich denke, es gibt eine gemeinsame Übereinkunft darüber, den Geradeaus-Modus von der Startaufstellung bis zur ersten Kurve nicht zu verwenden“, erklärte McLaren-Teamchef Andrea Stella.

Die formelle Bestätigung durch die FIA steht zwar noch aus, doch die Richtung scheint festzustehen.

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Die Diskussion über die Startprozedur begann jedoch schon früher. Das neue Motorenreglement für 2026 bringt tiefgreifende Veränderungen mit sich.

Die Power Units arbeiten ohne MGU-H und verfügen über eine größere elektrische Komponente. Während der Tests stellte sich heraus, dass vor allem die Vorbereitung des Turboladers beim Start komplexer ist.

Um den Teams zusätzliche Zeit zu geben, hat die FIA bereits beschlossen, dass in der Startaufstellung fünf Sekunden mehr zur Verfügung stehen, bevor die Ampeln ausgehen. In Bahrein wurden deshalb mehrere Probestarts durchgeführt, um das Verfahren zu verfeinern.

Die verschiedenen Teams zeigten beim Wegfahren unterschiedliche Leistungen. Mercedes-Pilot George Russell gab dies offen zu: „Ich denke, wir haben großes Potenzial, aber um ein Rennen zu gewinnen, muss man auch gut starten.“

Alle diese neuen Regeln zielen darauf ab, den Sport durch 100 Prozent synthetischen Kraftstoff und einen größeren Anteil an elektrischer Energie nachhaltiger zu gestalten.

Gleichzeitig möchte die FIA das Spektakel erhalten, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen. Genau deshalb wird jetzt schnell gehandelt, denn ein Massencrash beim Eröffnungsrennen hätte erhebliche Auswirkungen auf das Image der neuen Fahrzeuggeneration.

Mit dem Verbot der aktiven Aerodynamik beim Start versucht die FIA, ein unmittelbares Risiko zu eliminieren. Weniger „geschenkter“ Speed und mehr Downforce sollen für mehr Kontrolle auf den entscheidenden ersten Metern sorgen.

Der Mega-Start von Hamilton in Bahrein:

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