Formel 1 FIA gibt Mercedes grünes Licht trotz wachsender Kontroverse um 2026-Motor BAHRAIN, BAHRAIN - APRIL 13: George Russell of Great Britain and Mercedes is congratulated by Mercedes CEO and Team Principal Toto Wolff in parc ferme during the F1 Grand Prix of Bahrain at Bahrain International Circuit on April 13, 2025 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Kym Illman/Getty Images) Von A. Schenk 14. Februar 2026 F1-News Formel 1 Mercedes Toto Wolff Mercedes weiter im Fokus der Kontroversen zum Auftakt der Formel-1-Wintertests in Bahrain. Konkurrierende Teams drängen die FIA dazu, die Art und Weise der Motorenüberprüfung anzupassen. Es besteht der Verdacht, dass Mercedes ein Schlupfloch im Reglement gefunden hat, das ihnen einen erheblichen Vorteil verschafft. Die Sorgen resultieren aus dem drastisch veränderten Motorenreglement, das 2026 in Kraft tritt. In den neuen Regeln ist die Leistung fast gleichmäßig zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb aufgeteilt, die MGU-H wurde abgeschafft und es kommen fortschrittliche, nachhaltige Kraftstoffe zum Einsatz. Innerhalb dieser Struktur wurde das maximale Verdichtungsverhältnis des Verbrennungsmotors von 18:1 auf 16:1 gesenkt. Dennoch befürchten Ferrari, Audi, Honda und mittlerweile auch Red Bull, dass Mercedes einen Weg gefunden hat, im Betrieb dennoch zeitweise ein Verdichtungsverhältnis von 18:1 zu erreichen. Entscheidend ist dabei, dass die FIA-Messung bislang nur bei Umgebungstemperatur stattfindet und nicht unter heißen Motorbedingungen, unter denen der Vorteil realisiert werden würde. Lies auch: George Russell wütend nach Ferrari-Blockade: F1-Teams stellen sich bei wichtiger Regeländerung quer Geheime Kontrolle bestätigt Legalität des Mercedes-Motors Laut italienischen Publikationen wie Autosprint seien Ferrari und Audi besonders verärgert darüber, dass Mercedes überhaupt in der Lage ist, diese Strategie anzuwenden. Die Methode könnte einen Zeitgewinn von bis zu vier Zehntelsekunden pro Runde bringen. Inzwischen soll die FIA jedoch „im Geheimen“ umfassende Kontrollen an der Mercedes-Power-Unit unter realen Bedingungen durchgeführt haben, die ergaben, dass der Motor vollständig dem Reglement entspricht. Mercedes soll diese Bestätigung bereits privat von der FIA erhalten haben. Die Frage ist nun, ob dieses Urteil auch vor dem Power Unit Advisory Committee Bestand hat, in dem alle Hersteller vertreten sind. Dieses Komitee sollte ursprünglich über eine Regeländerung abstimmen, doch die Sitzung wurde verschoben. Möglicherweise geschah dies unter dem Eindruck der Situation rund um Mercedes. Mercedes-Teamchef Toto Wolff tut den Aufruhr als übertrieben ab. Seiner Meinung nach sind die Rivalen vor allem deshalb verärgert, weil sie die Technik selbst nicht kopieren konnten. „Ich habe einen Artikel auf einer italienischen Website gelesen, in dem stand, dass sich Dinge ändern werden. Ich dachte mir: Davon sollten wir eigentlich wissen“, so Wolff. „Aber es sind nicht nur die Teams. Man braucht die Stimmen der FIA und des kommerziellen Rechteinhabers.“ „Wenn die an einem Strang ziehen, zieht man den Kürzeren.“ Wolff deutet an, dass der tatsächliche Vorteil des vermeintlichen Tricks viel geringer ist als angenommen. „Sie würden sich schämen, wenn sie wüssten, wie groß der echte Vorteil ist“, sagte er. Laut Wolff stand Mercedes während des gesamten Entwicklungsprozesses des 2026er-Motors in engem Kontakt mit der FIA und fühlt sich daher in seinen Designentscheidungen bestätigt. Trotz der technischen Diskussionen um die Power Unit konnte Mercedes bei den Tests in Bahrain sportlich noch nicht voll überzeugen. Der zweite Testtag war von Motorproblemen bei Kimi Antonelli geprägt, der kaum zum Fahren kam. Auf der anderen Seite demonstrierte Max Verstappen im Red Bull RB22, dass sein Wagen sowohl beim Tempo als auch beim Energiemanagement in einer eigenen Liga zu spielen scheint. Lies auch: Jetzt knickt auch Toto Wolff ein: Formel 1 muss endlich durchgreifen Lies auch: Grand Prix von China nach massiven Problemen mit der Rennstrecke abgesagt: FIA greift ein Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 George Russell wütend nach Ferrari-Blockade: F1-Teams stellen sich bei wichtiger Regeländerung quer Formel 1 Jetzt knickt auch Toto Wolff ein: Formel 1 muss endlich durchgreifen Formel 1 Grand Prix von China nach massiven Problemen mit der Rennstrecke abgesagt: FIA greift ein Formel 1 FIA greift bei Mercedes durch: George Russell disqualifiziert Formel 1 „Max Verstappen gewinnt UFC-Schlacht gegen Lewis Hamilton“ Formel 1 Fans aufgepasst: Formel-1-Rennen an diesem Wochenende an einem anderen Tag
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