Formel 1 FIA entscheidet: Keine Ersatzrennen für abgesagte Grands Prix in dieser Saison The FIA logo is displayed during the Formula 1 Heineken Dutch Grand Prix 2025 in Zandvoort, Netherlands, on August 31, 2025. (Photo by Gabriele Lanzo/Alessio Morgese/NurPhoto via Getty Images) Von A. Schenk 7. Mai 2026 F1-News FIA Formel 1 Formel 1 will abgesagte Rennen retten: Diese Optionen werden intern geprüft Die Absage der Grands Prix von Bahrein und Saoedi-Arabië hat in dieser Saison eine erhebliche Lücke in den Formel-1-Kalender gerissen. Beide Rennen waren als vierter und fünfter Lauf der Weltmeisterschaft geplant, mussten jedoch aufgrund des Kriegsausbruchs im Nahen Osten gestrichen werden. Die Absagen wurden von der Formel 1 im Vorfeld des Chinese Grand Prix offiziell bestätigt. Ursprünglich hieß es zudem, dass die beiden Rennen im Kalender für 2026 nicht ersetzt werden würden. Dieser Standpunkt wurde nun offenbar revidiert. Die Formel-1-Führung prüft derzeit aktiv die Möglichkeit, doch noch ein oder mehrere Rennen in das Programm aufzunehmen. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Zusatzrennen im Oktober bei Einigung möglich Die FIA und die elf Teams haben Beratungen über eine Rückkehr des Grand Prix van Bahrein in den Kalender für 2026 aufgenommen. Sollte eine Einigung erzielt werden, könnte das Rennen Anfang Oktober ausgetragen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Anfang Oktober gilt als die realistischste Option. Konkret geht es um das Wochenende vom 2. bis 4. Oktober. Dieser Slot liegt zwischen dem Grand Prix van Azerbeidzjan in Bakoe und dem Grand Prix van Singapore. Auf diese Weise ließe sich der Kalender logistisch sinnvoll ergänzen, ohne andere Rennen zu gefährden. Bahrein als aussichtsreichste Option Aus logistischer Sicht gilt der Bahrain International Circuit als der praktikabelste Kandidat. Die Frachtabwicklung, die Bereitschaft der Infrastruktur sowie die vertragliche Flexibilität machen Bahrein zu einer einfacheren Lösung als die Alternativen. Gleichzeitig wächst der Druck aus Saoedi-Arabië, auch den Jeddah Corniche Circuit wieder in den Kalender aufzunehmen. Es liegen jedoch auch andere Szenarien auf dem Tisch. Eines davon sieht einen „Quadruple-Header“ zum Saisonende vor, bei dem der Grand Prix van Abu Dhabi auf den 13. Dezember verschoben werden würde. Türkei könnte im Herbst ebenfalls eine Option sein Darüber hinaus brachte FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem eine dritte Option ins Spiel. Sollte Istanbul den Homologationsprozess erfolgreich abschließen, könnte die Formel 1 im Herbst auch in der Türkei gastieren. Die finanzielle Bedeutung einer Lösung ist beträchtlich. Eine Analyse von Guggenheim Partners bezifferte den Umsatzverlust für die Formel 1 durch die Absagen von Bahrein und Saoedi-Arabië auf rund 200 Millionen Dollar. Die Auswirkungen auf das EBITDA werden auf etwa 80 Millionen Dollar geschätzt. Text wird unter dem Bild fortgesetzt. Die Wiedereingliederung der Rennen ist nicht ohne Komplikationen. Vertraglich ist festgelegt, dass der Grand Prix van Abu Dhabi stets das Saisonfinale bilden muss. Dies schränkt den Spielraum für zusätzliche Rennen am Ende des Kalenders erheblich ein. Eine Verschiebung in den Dezember würde zudem Fans benachteiligen, die bereits Flüge und Tickets für den ursprünglichen Abu-Dhabi-Termin gebucht haben. Die unsichere Lage im Nahen Osten betrifft auch die Rennen in Qatar und Abu Dhabi. Sollten die militärischen Operationen anhalten, sind auch diese Events gefährdet. Die Formel 1 agiert bei der Kalenderplanung somit gleichzeitig defensiv und offensiv. Unterdessen läuft die Saison weiter. F1-CEO Stefano Domenicali ließ verlauten, dass ein freies Wochenende zur Verfügung steht, um einen Grand Prix zu organisieren. Das nächste Rennen steht in Montreal an, wo Ende Mai der Grand Prix van Canada auf dem Programm steht. Kimi Antonelli hat den Grand Prix van Miami gewonnen und führt die Weltmeisterschaft derzeit souverän an. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Formel 1 Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Formel 1 Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Formel 1 FIA erkennt F1-Piloten Podestplatz ab: Protest eingelegt Formel 1 FIA fällt Grundsatzurteil über Red Bull vor entscheidenden Upgrades Formel 1 George Russell am Boden: „Habe 70 Punkte liegengelassen“