Formel 1

Ferrari präsentiert genialen Technik-Kniff: Revolutionäre Neuerung am F1-Boliden enthüllt

Ferrari präsentiert genialen Technik-Kniff: Revolutionäre Neuerung am F1-Boliden enthüllt
FIORANO MODENESE, ITALY - JANUARY 22: Lewis Hamilton of Great Britain and Ferrari greets the crowd during his first official days as a Scuderia Ferrari F1 driver at Fiorano Circuit on January 22, 2025 in Fiorano Modenese, Italy. (Photo by Rudy Carezzevoli/Getty Images)

Umbruchjahr 2026: E-Fuels, 50 Prozent Elektro-Power und die Rückkehr von Ferrari an die Spitze?

Formel-1-Autos sind durch ihr einzigartiges Design sofort erkennbar. Sie sind lang, flach, verfügen über ein offenes Cockpit mit einem Sitzplatz sowie markante Flügel an Front und Heck.

Durch technologischen Fortschritt und sich ständig ändernde Reglements entwickeln sich die Boliden kontinuierlich weiter. Eine der auffälligsten Innovationen für 2026 ist der rotierende Heckflügel an Ferraris SF-26.

Auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Formel 1 ist zu sehen, wie Lewis Hamilton während eines Tests in Bahrein mit dem SF-26 fährt. Dabei fällt auf, dass sich das obere Element des Heckflügels um volle 180 Grad drehen kann und somit auf dem Kopf steht.

Laut Technik-Analyst Sam Collins hilft dies dabei, Auftrieb zu generieren und den Luftwiderstand zu verringern, vergleichbar mit einer Flugzeugtragfläche. In der Theorie kann das Auto auf den Geraden noch höhere Höchstgeschwindigkeiten erreichen, was Überholmanöver bei Geschwindigkeiten von über 350 km/h erleichtern könnte.

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Ferrari hält sich an das Reglement, aber nicht an dessen Geist

In Kurven dreht sich der Flügel in die normale Position zurück, um ausreichend Anpressdruck zu liefern und die Stabilität zu gewährleisten.

Ferrari hält sich zwar an den Wortlaut des Reglements, aber nicht unbedingt an dessen Geist. Die Frage, warum andere Teams dies nicht schon früher versucht haben, hängt unmittelbar mit dem neuen Reglement für 2026 zusammen. Im Januar veröffentlichte die Formel 1 eine Übersicht der angepassten Aerodynamik-Regeln.

Ein wichtiger Bestandteil davon ist die Einführung aktiver Aerodynamik am Frontflügel. In geöffnetem Zustand reduzieren diese Elemente den Luftwiderstand und den Abtrieb, in geschlossenem Zustand erhöhen sie diesen hingegen.

Wie Collins anmerkt, schreiben die Regeln nicht explizit vor, dass ein Flügelelement in einer bestimmten Ausrichtung montiert sein muss, wenn die aktive Aerodynamik zum Einsatz kommt.

Ferrari nutzt also eine Grauzone in der Formulierung des Reglements, um den Luftwiderstand so weit wie möglich zu minimieren.

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Die Idee eines umgedrehten Flügels ist im Übrigen nicht völlig neu. Laut Collins experimentierte ein Team in der Formel 3000 einst während eines Rennens in Monza mit einem verkehrt herum montierten Heckflügelelement, mit demselben Ziel: weniger Luftwiderstand.

Obwohl es nicht zum Sieg reichte, erregte es Aufsehen. Damals wurde die Lösung von den Motorsportbehörden verboten, wodurch das Konzept verschwand, bis die neuen F1-Regeln Raum für eine vergleichbare Interpretation boten.

Ob andere Teams dem Beispiel von Ferrari mit einem rotierenden Heckflügel folgen werden, bleibt abzuwarten. Auch ist die Frage offen, ob eine derartige Technologie jemals den Weg in die Straßenautos der Marke finden wird. Vorerst sorgt Ferrari jedenfalls erneut für technischen Diskussionsstoff im Fahrerlager.

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