Formel 1 F1-Zoff droht: McLaren hinterfragt Mercedes-Motor SHANGHAI, CHINA - MARCH 23: Toto Wolff, Executive Director of Mercedes AMG Petronas F1 Team and Zak Brown, Chief Executive Officer of McLaren talk in the Paddock prior to the F1 Grand Prix of China at Shanghai International Circuit on March 23, 2025 in Shanghai, China. (Photo by Rudy Carezzevoli/Getty Images) Von A. Schenk 9. März 2026 Andrea Stella F1-News Formel 1 Lando Norris McLaren Enttäuschender Start in die Formel-1-Saison 2026: McLaren unzufrieden mit Motorenpartner Mercedes Beim Saisonauftakt in Australien wurde deutlich, dass Mercedes über einen erheblichen Performance-Vorteil gegenüber seinen Kundenteams verfügt. Diese Differenz sorgte für Frust bei McLaren-Teamchef Andrea Stella. Der Großer Preis von Australien endete mit einem dominanten Doppelsieg für Mercedes. George Russell gewann das Rennen in Melbourne vor seinem Teamkollegen Kimi Antonelli. McLaren hingegen hatte Mühe, das Tempo an der Spitze mitzugehen. Der amtierende Weltmeister Lando Norris kam lediglich als Fünfter ins Ziel und wies im Ziel einen Rückstand von 51 Sekunden auf Russell auf. Teamkollege Oscar Piastri konnte nach einem Crash auf dem Weg in die Startaufstellung gar nicht erst am Rennen teilnehmen. Laut Stella könnte der Unterschied damit zusammenhängen, wie Mercedes die Leistung der neuen Power Units einsetzt. Seit 2026 gilt in der Formel 1 ein komplett neues technisches Reglement. Lies auch: F1-Kalender: Termin für neues Rennen steht offenbar fest – „Ich habe da etwas gehört“ McLaren erhält kaum Informationen von Mercedes Die Teams müssen daher neu lernen, wie sie Energie und elektrische Leistung optimal nutzen. Stella gab an, dass McLaren bereits seit Wochen versucht, detailliertere Informationen von Mercedes High Performance Powertrains zu erhalten. „Wir sprechen seit Wochen mit HPP, um mehr Informationen zu bekommen.“ „Selbst bei den Tests sind wir eigentlich nur auf die Strecke gefahren und haben das Auto rollen lassen“, so Stella. „Danach haben wir uns die Daten angesehen und auf das reagiert, was wir vorfanden.“ Nach Ansicht des Italieners entspricht dies nicht der Arbeitsweise eines modernen Formel 1-Teams. „So arbeitet man in der Formel 1 nicht. In der Formel 1 simuliert man vorab, was auf der Strecke passiert.“ Artikel geht unter dem Bild weiter. „Man weiß, was passiert, man weiß, was man programmiert und man weiß, wie sich das Auto verhalten wird.“ Aus diesem Grund fühlt sich McLaren gegenüber Mercedes derzeit im Hintertreffen. „Ich muss sagen, dass dies das erste Mal ist, dass wir das Gefühl haben, im Rückstand zu sein“, erklärt Stella. „Das gilt auch für die Fähigkeit vorherzusagen, wie sich das Auto verhalten wird und wie wir das Fahrzeug verbessern können.“ Laut Stella könnte McLaren durch eine bessere Nutzung des Motors noch Potenzial freisetzen. Er glaubt, dass relativ einfache Optimierungen möglich sind. Dennoch ist er sich unsicher, ob dies ausreichen wird, um die Lücke zu Mercedes zu schließen. Artikel geht unter dem Bild weiter. Mercedes-Teamchef Toto Wolff reagierte unterdessen auf die Sorgen der Kundenteams. Er räumte ein, dass neue Regeln immer mit Lernkurven verbunden sind. „Es ist klar, dass es bei der Einführung eines neuen Reglements enorm viel zu lernen gibt.“ Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass ein Motorenlieferant es niemals allen recht machen kann. „Man kann die Dinge nie so umsetzen, dass jeder zufrieden ist. Aber das Wichtigste ist, dass wir versuchen, einen guten Service zu bieten.“ Zusätzlich zu den Performance-Problemen musste McLaren in Australien den Rückschlag durch den Crash von Oscar Piastri verkraften. Der Australier verlor die Kontrolle über sein Auto aufgrund einer plötzlichen Leistungsspitze in Kombination mit kalten Reifen und einem Kerb. „Die kalten Reifen führten dazu, dass das Radpendeln sehr abrupt einsetzte. Das wurde dadurch verstärkt, dass er über einen Kerb fuhr.“ „Und dies wurde durch ein weiteres Element verschärft, das es zusätzlich erschwerte. Durch die Oszillationen und nach dem Schaltvorgang steht zusätzliches Drehmoment an.“ Trotz der Enttäuschung hat Stella Vertrauen in Piastri. Er erwartet, dass der Australier beim nächsten Rennwochenende in China stärker zurückkommen wird. Seiner Meinung nach wird der Fahrer den schwierigen Start als Motivation nutzen, um noch entschlossener zu agieren. Lies auch: Ex-Pilot fordert Rauswurf von Verstappen: „Das kann man nicht akzeptieren“ Lies auch: Mika Häkkinens Tochter feiert erste Siege im Youngster-Alter Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 F1-Kalender: Termin für neues Rennen steht offenbar fest – „Ich habe da etwas gehört“ Formel 1 Ex-Pilot fordert Rauswurf von Verstappen: „Das kann man nicht akzeptieren“ Formel 1 Mika Häkkinens Tochter feiert erste Siege im Youngster-Alter Formel 1 Kimi Antonelli schreibt Geschichte mit 200.000-Dollar-Wahnsinnskauf Formel 1 Bizarre Begründung: Adrian Newey lehnte F1-Fahrer wegen zu langem Oberkörper ab Formel 1 Exodus bei Red Bull: Diese Mitarbeiter haben das Team in den letzten fünf Jahren verlassen