Formel 1

F1-Pilot in Skandal um Begleitservice verwickelt

F1-Pilot in Skandal um Begleitservice verwickelt
Von A. Schenk 21. April 2026

Escort-Skandal in Italien: Serie A-Stars und Formel 1-Pilot auf Kundenliste von Luxus-Ring

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf das Unternehmen Ma.De Milano aus Cinisello Balsamo, einer Gemeinde nördlich von Mailand. Auf dem Papier fungierte die Firma als Eventagentur, die Partys und Veranstaltungen organisierte.

In Wirklichkeit wurde aus denselben Räumlichkeiten laut Justiz ein umfangreiches Prostitutionsnetzwerk betrieben, das vor allem bekannte Sportler und wohlhabende Geschäftsleute bediente.

Die Hauptverdächtigen sind Emanuele Buttini und Deborah Ronchi, zusammen mit zwei Mitarbeitern. Sie agierten über den Instagram-Account Made_luxury_concierge, der Gerüchten zufolge auch unter italienischen Athleten bestens bekannt war.

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Mykonos

Nach Angaben der Polizei erstreckten sich die Aktivitäten bis hin zu internationalen Schauplätzen wie Mykonos, wo in den Sommermonaten Partys veranstaltet wurden.

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Das Angebot bestand aus Komplett-Arrangements für mehrere tausend Euro pro Abend. Für diesen Betrag erhielt der Kunde ein Dinner in einem Mailänder Restaurant, Zugang zu exklusiven Clubs wie dem Just Cavalli und anschließend eine Afterparty in einem Fünf-Sterne-Hotel in Begleitung einer Frau.

Der F1-Fahrer rückt durch ein abgehörtes Telefongespräch vom 18. Februar 2026 in den Fokus. Matteo Grassi, der in den Akten genannt wird, telefoniert darin mit der verhafteten Fraga Luz.

Brasilianerin

„Ich habe einen Freund, der in der Formel 1 fährt und heute Abend nach Mailand kommt. Er möchte eine bezahlte Freundin. Kannst du eine für ihn finden?“, so Grassi.

„Ich schicke ihm die Brasilianerin“, antwortete Fraga Luz laut den Abhörprotokollen.

Der Name des Fahrers wurde nicht öffentlich gemacht, und er selbst gilt nicht als Verdächtiger.

Dies gilt auch für die Fußballer, die in den Akten auftauchen. Laut der Nachrichtenagentur ANSA handelt es sich um mindestens siebzig Spieler, unter anderem von Inter, Milan, Juventus, Sassuolo und Verona. Ihre Namen wurden in der richterlichen Verfügung geschwärzt, da die Inanspruchnahme von bezahltem Sex in Italien nicht strafbar ist.

In die eigene Tasche

Der Fall wurde durch eine ehemalige Mitarbeiterin von Ma.De Milano ins Rollen gebracht. Sie erstattete im August 2024 Anzeige und berichtete, dass das Netzwerk zwischen 2019 und 2023 fast täglich Partys mit Escorts organisierte, sogar während der Corona-Lockdowns.

Ronchi und Buttini sollen die Hälfte der von den Kunden gezahlten Beträge in die eigene Tasche gesteckt haben, woraufhin die Frauen zusätzlich noch Miete für ihre Zimmer im selben Gebäude abführen mussten.

Eine kolumbianische Frau wurde laut der Anzeige im Jahr 2022 zur Prostitution für tausend Euro pro Termin gezwungen, wovon lediglich fünfhundert Euro bei ihr selbst ankamen.

Der Umsatz der Organisation wird von der Justiz auf mehr als 1,2 Millionen Euro geschätzt, ein Betrag, der inzwischen vorläufig beschlagnahmt wurde.

Die Untersuchungen dauern an. Die Guardia di Finanza wertet derzeit die gesamte Buchhaltung und die Kommunikationskanäle des Netzwerks aus, um festzustellen, wer das System darüber hinaus genutzt hat.

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