Formel 1

Erneuter Todesfall bei populärem Rennen: FIA reagiert umgehend

Erneuter Todesfall bei populärem Rennen: FIA reagiert umgehend
FIA flag before the Formula 1 Belgian Grand Prix at Spa-Francorchamps in Spa, Belgium on July 30, 2023. (Photo by Jakub Porzycki/NurPhoto)

Zweiter tödlicher Unfall im Motorsport an diesem Wochenende.

Ein 25-jähriger Argentinier aus Córdoba ist ums Leben gekommen, nachdem ein Rallye-Auto während der FIA CODASUR Rally Sudamericano von der Strecke abkam und in die Zuschauer geriet.

Das Unglück ereignete sich am Sonntag in Mina Clavero. Neben dem Todesopfer wurden zwei weitere Personen verletzt, darunter laut lokalen Medienberichten ein Minderjähriger.

Der Crash passierte auf der Wertungsprüfung Giulio Cesare, einer berüchtigten Abfahrt in Richtung Mina Clavero.

Der paraguayische Pilot Didier Arias und sein Copilot Héctor Núñez verloren zwischen Kilometer 1 und 2 in einer schnellen Kurve die Kontrolle über ihren Volkswagen Polo R5.

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Überschlag

Augenzeugenberichten zufolge traf der Wagen eine Bodenwelle oder ein Loch, woraufhin sich das Auto überschlug und mehrfach an einem Hang aufschlug, an dem zahlreiche Zuschauer standen.

Aufnahmen zeigen, wie Fans, die auf Felsen saßen, gerade noch rechtzeitig zur Seite springen konnten, während der Polo durch die Luft flog und schließlich auf der Seite liegend zum Stillstand kam.

Arias und Núñez blieben unverletzt. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen 25-jährigen Mann aus der Hauptstadt Córdoba, der das Geschehen am Unfallort verfolgt hatte.

Er wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert und erlag dort seinen Verletzungen. Zwei weitere Verletzte, laut argentinischen Medien zwei Frauen, wurden ebenfalls medizinisch versorgt, befinden sich jedoch mittlerweile außer Lebensgefahr.

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FIA reagiert erschüttert

Der Automobil-Weltverband erklärte in einem Statement, tief betroffen von den Ereignissen in Argentinien zu sein.

„Die FIA ist tief betrübt über den tragischen Zwischenfall, der sich heute während des zweiten Laufs der FIA CODASUR Rally Championship bei der Rally Sudamericano Mina Clavero ereignet hat, bei dem ein Zuschauer sein Leben verlor und zwei weitere verletzt wurden,“ so die FIA.

„Wir sprechen der Familie und den Angehörigen des Verstorbenen unser tiefstes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid aus. Unsere Gedanken bleiben bei allen Verletzten und Betroffenen. Wir danken den Rettungskräften und medizinischen Teams für ihr schnelles Eingreifen.“

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https://www.instagram.com/p/DXVGmd2F84u

Der Verband kündigte an, die Organisatoren, den Automóvil Club Argentino (ACA), CODASUR und die lokalen Behörden bei der Untersuchung vollständig zu unterstützen. Diese konzentriert sich auf die Unfallursache sowie auf die Frage, ob die Zuschauerbereiche an der Außenseite der schnellen Bergab-Kurve ausreichend gesichert waren.

Rallye endgültig abgebrochen

Nach Rücksprache mit den Rettungskräften und Behörden wurde die Veranstaltung für das restliche Wochenende abgesagt.

„Heute hat sich während des Wettbewerbs ein Vorfall auf einer Wertungsprüfung ereignet, der zu einem schweren Unfall führte. Leider wurde infolge dieses Vorfalls der Tod eines Zuschauers vor Ort bestätigt.“

„Die festgelegten Sicherheitsprotokolle für das Rennen wurden sofort aktiviert, und die anwesenden medizinischen Rettungskräfte sowie die Polizei griffen umgehend ein. Die Sportbehörden und beteiligten Instanzen arbeiten an der Aufklärung der Umstände. Zudem wurde den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen Beistand geleistet,“ teilte die Organisation mit.

Zweiter Motorsport-Todesfall innerhalb von 24 Stunden

Der Unfall in Argentinien ereignet sich zu einem äußerst schweren Zeitpunkt für den internationalen Motorsport. Nicht einmal einen Tag zuvor war der finnische Pilot Juha Miettinen bei einem Qualifikationslauf für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ums Leben gekommen.

Miettinen war in eine Massenkollision verwickelt, an der sieben Fahrzeuge beteiligt waren. Innerhalb von weniger als 24 Stunden verlor der Motorsport somit zwei Menschenleben.

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Anders als auf permanenten Rennstrecken stehen Fans bei Rallyes oft nur wenige Meter von den Fahrzeugen entfernt, häufig an der Außenseite schneller Kurven. Genau diese Stellen ziehen die meisten Zuschauer an, bergen jedoch gleichzeitig das größte Risiko bei einem Abflug.

In Argentinien ist die Rally Sudamericano jährlich ein Zuschauermagnet mit 72 gemeldeten Teams und tausenden Fans entlang der Strecke. Der Lauf in Córdoba gilt als eines der populärsten Events der kontinentalen Saison und lockt Fahrer aus ganz Südamerika an.

Arias und Núñez waren in der Klasse RC2N gemeldet und nahmen sowohl an der argentinischen Meisterschaft als auch an der kontinentalen FIA-Meisterschaft teil.

Wann und ob die Rally Sudamericano in diesem Jahr fortgesetzt wird, soll sich in den kommenden Tagen entscheiden.

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