Formel 1 Deutsche F1-Legende verstorben: Die Formel 1 verliert eine Ikone Formel 1 Rennfahrer Michael Schumacher und der ehemalige DTW - Deutsche Tourenwagen- und Formel 1 Rennfahrer Jochen Mass, dieser ist RTL Co-Kommentator bei Formel 1 Rennen, Bild circa 1993. Von A. Schenk 23. Februar 2026 F1-News Formel 1 Michael Schumacher Ein Rückblick auf das Leben einer Ikone. Der ehemalige deutsche Rennfahrer Jochen Mass, der Anfang der Neunzigerjahre den jungen Michael Schumacher begleitete, ist kürzlich an den Folgen von Komplikationen nach einem Schlaganfall verstorben. Er wurde 78 Jahre alt. Obwohl sein Tod bereits einige Monate zurückliegt, bleibt sein Vermächtnis in der Welt des Motorsports lebendig. Mass wurde in Bayern geboren, begann sein Berufsleben auf See und fand erst später den Weg auf die Rennstrecke. Seine ersten Meter absolvierte er mit einer Alfa Romeo Giulia bei einigen Bergrennen, ermöglicht durch einen befreundeten Händler. Sein Talent fiel dabei schnell auf. 1972 stand er zum ersten Mal am Start der 24 Stunden von Le Mans. Wenig später folgte sein Debüt in der Formel 1 beim Team von John Surtees. Bereits 1975 fuhr er für McLaren an der Seite des erfahrenen Emerson Fittipaldi. Lies auch: Damon Hill kehrt ins F1-Paddock zurück Erfolg in Spanien In jenem Jahr gewann er den Großen Preis von Spanien. Ein Sieg, für den aufgrund einer vorzeitigen roten Flagge nach einem schweren Unfall nur die halbe Punktzahl vergeben wurde. Es sollte sein einziger Grand-Prix-Sieg bleiben, obwohl er fast mehr Erfolge hätte verbuchen können. Artikel geht unter dem Bild weiter. Beim GP von Deutschland 1976 setzte er als Einziger auf Slicks auf dem abtrocknenden Nürburgring. In der ersten Kurve lag er bereits auf Rang vier, und alles deutete darauf hin, dass er das Rennen dominieren würde. Doch ein schwerer Unfall von Niki Lauda führte zum Rennabbruch. Beim Neustart wurden alle Abstände wieder annulliert. Mass belegte am Ende den dritten Platz. Seine F1-Karriere dauerte von 1973 bis 1982 und umfasste 114 Starts, in denen er 71 WM-Punkte sammelte. Keine beeindruckenden Zahlen, doch darin lag auch nicht seine eigentliche Stärke. Er war nämlich als beständig und technisch versiert bekannt sowie bei seinen Teamkollegen äußerst beliebt. Ein echter Teamplayer ohne das Ego, das viele andere in dieser Zeit charakterisierte. 1982 war er in den tragischen Unfall verwickelt, bei dem Gilles Villeneuve ums Leben kam. Während des Qualifyings zum GP von Belgien in Zolder versuchte Villeneuve, Mass bei hoher Geschwindigkeit zu überholen. „Ich sah Gilles in meinen Spiegeln und erwartete, dass er links überholen würde. Ich zog nach rechts, aber er war plötzlich direkt über mir“, erzählte Mass später. „Er traf mein rechtes Hinterrad, prallte ab und wurde in die Luft katapultiert.“ Der Vorfall traf ihn tief. Dennoch blieb er nüchtern in Bezug auf seine Rolle: „Er entschied sich für die Außenbahn, aber dort war kein Platz.“ Nach seinem Abschied aus der Formel 1 fand Mass eine neue Bestimmung im Langstreckensport. Mit Porsche siegte er zwischen 1982 und 1985 achtmal. Danach folgten drei weitere Siege mit Sauber-Mercedes, darunter der Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 1989. Sein technisches Verständnis und seine ruhige Art fielen erneut auf, und Mercedes bat ihn, junge Fahrer zu betreuen. In dieser Rolle brillierte er. Er fuhr unter anderem zusammen mit Karl Wendlinger und Michael Schumacher, der damals gerade seine ersten Meter im internationalen Rennsport absolvierte. Experten zufolge bildete seine Anleitung ein entscheidendes Fundament für Schumachers spätere Dominanz in der Formel 1. Mass zeichnete sich durch scharfe Beobachtungsgabe und den Aufbau von Vertrauen aus. 1995 kehrte er noch ein letztes Mal mit einem McLaren F1 GTR nach Le Mans zurück. Das Auto erreichte das Ziel nicht, aber es war ein würdiger Abschied vom aktiven Rennsport. Danach blieb er in der Welt des historischen Motorsports aktiv. Er fuhr oft Demonstrationsrunden in ikonischen Silberpfeilen aus den Dreißiger- und Fünfzigernjahren. Seine Leidenschaft für Technik und Geschichte blieb bis zum Ende ungebrochen. Obwohl Jochen Mass nie Weltmeister wurde, ist sein Einfluss auf den Sport tiefgreifend und bleibend. Sowohl die Organisatoren der 24 Stunden von Le Mans als auch der Nürburgring kündigten an, ihn zu ehren. Ehemalige Teamkollegen und Fans sprechen von ihm als einem „Gentleman-Driver“ pur sang. Jemand, der die Kernwerte des Motorsports verkörperte: Respekt, Beherrschung und Zusammenarbeit. Lies auch: Fast 20 Jahre später: Das Urteil gegen Michael Schumacher Lies auch: F1-Kalender: Termin für neues Rennen steht offenbar fest – „Ich habe da etwas gehört“ Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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