Formel 1 David Coulthard gesteht Fehleinschätzung: „Ich war zu hart zu ihm“ CHICHESTER, ENGLAND - JULY 10: David Coulthard of Oracle Red Bull Racing looks on during the Goodwood Festival of Speed at Goodwood on July 10, 2025 in Chichester, England. (Photo by Bob McCaffrey/Getty Images) Von A. Schenk 11. Juni 2026 David Coulthard F1-News Formel 1 Lance Stroll Sergio Pérez Nach dem Monaco-GP: David Coulthard übt Selbstkritik David Coulthard hat zugegeben, dass er in seinem Urteil über Sergio Pérez im Vorfeld der Saison 2026 zu hart war. Der ehemalige Formel-1-Pilot und TV-Experte räumte im Podcast „Up To Speed“ ein, dass der Mexikaner ihn mit seinen Leistungen bei Cadillac überrascht hat. Coulthard hatte vor der Saison erwartet, dass Pérez aufgrund seines Sabbatjahres in der Formel 1 hinter seinen Teamkollegen Valtteri Bottas zurückfallen würde. „Ich war vielleicht etwas zu hart gegenüber Checo. Ich dachte: Er war weg, er lag am Strand.“ „Valtteri war bei Mercedes, er saß im Simulator, er war bei allen Rennen vor Ort. Checo wird Zeit brauchen, um auf Speed zu kommen“, gab der Schotte zu. Lies auch: Belgien-GP: FIA veröffentlicht offizielle Startaufstellung nach Strafen Cadillac lässt die bisher einzige Punkte-Chance des Jahres liegen Diese Erwartung erwies sich als unbegründet. Pérez präsentierte sich von Beginn an konkurrenzfähig und zeigt eine bessere Performance als sein Teamkollege. In Monaco lag Pérez auf Kurs zu Platz zehn, was Cadillacs allerersten WM-Punkt bedeutet hätte. Doch eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe wegen eines Vergehens beim Re-Start warf ihn aus den Punkterängen zurück. Diese Strafe kostete das Team möglicherweise den einzigen Zähler, den sie in diesem Jahr erzielen werden. „Das ist frustrierend, denn man muss solche Chancen nutzen“, sagte Coulthard. „Zwei vergleichbare Fehler haben sie einen Punkt gekostet, den sie in dieser Saison vielleicht nie wieder bekommen werden.“ Artikel geht unter dem Bild weiter. „Ich hoffe, dass sie diese Chance noch einmal bekommen. Was sie leisten, ist beeindruckend, aber das wird wehtun.“ Cadillac erlebt eine schwierige Debütsaison. Das Team kämpft am Ende des Feldes, und Pérez hatte zuvor über Qualitätsprobleme am Auto geklagt. In Kanada entging er nach Problemen mit der Aufhängung nur knapp einem schweren Unfall. In der Gerüchteküche halten sich zudem Spekulationen, dass Pérez bereits nach nur fünf Rennen mit dem Gedanken spielt, Cadillac den Rücken zu kehren. Dennoch sieht Coulthard eine positive Tendenz: Pérez wirkt im Auto immer sicherer und holt Ergebnisse heraus, die angesichts der Performance des Gesamtpakets beeindruckend sind. Dass der erfahrene Mexikaner nach einem Jahr Pause so schnell wieder auf sein Niveau zurückgekehrt ist, verdient Respekt. Neben seiner Neueinschätzung von Pérez entschuldigte sich Coulthard auch für seine erste Reaktion auf den Crash von Lance Stroll in Monaco. Der Kanadier war in der letzten Kurve abgeflogen, nachdem dort der Asphalt aufgebrochen war. Coulthard gab zu, dass er zunächst Stroll die Schuld gab, bevor klar wurde, dass der Streckenschaden die Ursache war. „Ich muss zugeben, dass ich mich ein wenig schuldig fühle. Zuerst dachte ich: Was macht Stroll da? Aber das war, bevor mir klar wurde, dass sich der Asphalt gelöst hatte.“ „Ich bin selbst in Kanada gefahren, wo die Strecke ebenfalls aufbrach und mehrere Fahrer Fehler machten. Das verengt die Ideallinie extrem.“ Pérez hatte die Stewards und sein Team während des gesamten Rennens vor dem Problem an diesem Streckenabschnitt gewarnt. Schließlich verunfallte auch Charles Leclerc an der gleichen Stelle, was Coulthards Neubewertung der Situation bestätigte. „Man muss sich schon anstrengen, um dort zu crashen. Es gibt eindeutig mildernde Umstände für beide Fahrer“, schloss Coulthard ab. Es sind zwei Momente der Selbstreflexion, die den Experten auszeichnen, aber auch illustrieren, wie schnell erste Eindrücke in der Formel 1 durch neue Informationen revidiert werden können. Lies auch: Ferrari kassiert 10.000 Euro Geldstrafe nach Doppel-Fehler beim GP von Belgien Lies auch: FIA verhängt drastische Startplatzstrafen: Max Verstappen profitiert von Rückversetzung seiner Konkurrenten Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Belgien-GP: FIA veröffentlicht offizielle Startaufstellung nach Strafen Formel 1 Ferrari kassiert 10.000 Euro Geldstrafe nach Doppel-Fehler beim GP von Belgien Formel 1 FIA verhängt drastische Startplatzstrafen: Max Verstappen profitiert von Rückversetzung seiner Konkurrenten Formel 1 Max Verstappen lässt Spa beben: Vernichtende erste Ansage zum Auftakt Formel 1 Kurz vor GP von Belgien: FIA belegt Top-Fahrer mit Startplatzstrafe von 10 Plätzen Formel 1 Nach Verstappen-Crash: Red Bull reagiert mit deutlicher Ansage
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