Formel 1

Das „schlechteste Auto aller Zeiten“ feiert sein Comeback und kehrt 2027 zurück

Das „schlechteste Auto aller Zeiten“ feiert sein Comeback und kehrt 2027 zurück

Er gilt als das schlechteste Auto aller Zeiten und wurde einst bei Top Gear gesprengt – jetzt steht er vor seinem Comeback.

Der Yugo kehrt zurück. Das Auto, das historisch als eines der schlechtesten gilt, die jemals auf dem britischen Markt angeboten wurden, erhält dank der Bemühungen eines deutsch-serbischen Professors eine neue Chance.

Auf dem Car Design Event in München präsentierte Yugo Automobile ein maßstabsgetreues Modell davon, wie der neue Yugo aussehen könnte. Ein fahrfähiger Prototyp wird für die Belgrad Expo im Jahr 2027 erwartet.

Hinter dem Projekt steht Dr. Aleksandar Bjelić, ein in Deutschland geborener Professor serbischer Abstammung, der die Namensrechte an der Marke Yugo besitzt.

Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht

Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht

Yugo hatte einen legendär schlechten Ruf

Gemeinsam mit dem serbischen Designer Darko Marčeta entwarf er ein Konzept, das den Geist des Originals aus den achtziger Jahren heraufbeschwört, aber deutlich in der Gegenwart positioniert ist.

Das Modell trägt den Namen Yugo Siaj, was auf Serbisch „glänzen“ bedeutet, wobei der Name laut Bjelić auch eine persönliche Bedeutung hat. Der ursprüngliche Yugo genoss einen legendär schlechten Ruf.

Das jugoslawische Auto wurde 1981 im Vereinigten Königreich als Billig-Option in einem Land eingeführt, das sich mitten in einer Rezession befand. Der Preis von umgerechnet rund 8.600 Euro nach heutigem Wert war eigentlich das einzige wirklich Positive an dem Fahrzeug.

Artikel geht unter dem Video weiter.

In Sachen Konstruktion, Materialauswahl, Zuverlässigkeit und Fahrverhalten lieferte der Yugo dramatisch schlechte Ergebnisse. Von der gesamten britischen Produktion von fast 800.000 Exemplaren sind heute im Vereinigten Königreich nur noch sieben Fahrzeuge auf der Straße.

Das Auto machte sich auch abseits der Verkaufsräume einen Namen. In Amerika, wo der Yugo 1985 eingeführt wurde, wurde er schnell zum Zielscheibe von Late-Night-Humor. Im Jahr 1989 kam eine Frau mit ihrem Yugo von der Mackinac Bridge in Michigan ab und verlor ihr Leben, nachdem starke Windböen ihr Auto von der Brücke geweht hatten.

In Filmen wie „Dragnet“ von 1987 und „Stirb langsam: Jetzt erst recht“ von 1995 wurde der Wagen als komisches Requisit eingesetzt. In einer berühmten Simpsons-Folge von 1992 kaufte Homer ein Auto, das in einem Land gebaut wurde, das nicht mehr existiert.

Jeremy Clarkson ließ einen Yugo mit einem Chieftain-Panzer in die Luft jagen und bezeichnete ihn im Nachhinein als das zweitschlechteste Auto, das jemals gebaut wurde. Im Jahr 1997 katapultierten zwei Männer einen roten Yugo mit einer Replik einer mittelalterlichen Belagerungswaffe – einem Trebuchet – in die Luft, um die Wurfkraft ihrer Konstruktion zu demonstrieren.

Der neue Siaj will mit dieser Vergangenheit brechen, ohne sie zu verleugnen. Das Design verfügt über schmale LED-Leuchten, große Leichtmetallfelgen und eine muskulöse Linienführung, die eher an einen Hot Hatch aus den achtziger Jahren erinnert als an das karge Nutzfahrzeug, das den Namen berüchtigt machte.

Bjelić möchte den neuen Yugo zunächst als erschwinglichen Dreitürer verkaufen, möglicherweise gefolgt von weiteren Karosserievarianten.

Artikel geht unter der Abbildung weiter.

Das Auto soll zunächst mit einem Verbrennungsmotor starten und sowohl mit manuellem Schaltgetriebe als auch mit Automatik erhältlich sein. Elektrische Varianten sind für spätere Phasen ebenfalls vorgesehen.

Um die Kosten im Griff zu behalten, sucht Bjelić nach einem Automobilpartner, der eine bestehende Plattform zur Verfügung stellt. Sein Versprechen ist ein fahrspaßorientiertes Auto, das alle aktuellen Sicherheitsstandards erfüllt.

Ob die Wiederauferstehung des Yugo gelingt, hängt davon ab, ob ein geeigneter Produktionspartner gefunden wird und ob sich die Marke ausreichend von ihrer katastrophalen Vergangenheit lösen kann. Aber wie Bjelić selbst sagen könnte: Bei einem so historischen Tiefpunkt als Ausgangslage kann es eigentlich nur besser werden.

Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“

Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“

Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen

Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen