Formel 1

Circuit Zandvoort zahlt 20 Millionen Euro an Eigentümer aus

Circuit Zandvoort zahlt 20 Millionen Euro an Eigentümer aus
MEXICO CITY, MEXICO - October 27, 2024: Prince Bernhard Lucas , Prince of the Netherlands. Race day for the F1 Mexico City Grand Prix 2024.

Zandvoort vor dem Abschied: Nächstes Jahr findet der vorerst letzte Formel-1-Grand-Prix statt

Die Organisatoren Prinz Bernhard Jr. und sein Partner Menno de Jong ziehen sich zurück. Hintergrund sind die erheblichen finanziellen Risiken, sollten die Zuschauerzahlen des Events künftig sinken.

Aus Geschäftsberichten, die RTL Z vorliegen und vom Veranstalter (Dutch Grand Prix) bestätigt wurden, geht hervor, dass Reserven in Höhe von 20 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet wurden.

Im Jahr 2021 fand das erste Rennen in Zandvoort seit 1985 statt. Aufgrund der Corona-Massnahmen war der Grand Prix starken Einschränkungen unterworfen und schrieb rote Zahlen. Nach dem schwierigen Start 2021 erlebte der Grand Prix ab 2022 jedoch einen enormen Ansturm.

Die Veranstaltung nahm einen Sonderstatus im F1-Kalender ein, da Zandvoort neben Silverstone das einzige Rennen ist, das ohne staatliche Subventionen realisiert wird.

Die finanzielle Unsicherheit, die mit einem unabhängigen Grand Prix einhergeht, kombiniert mit dem potenziellen Risiko einer sinkenden Popularität des Sports in der Zukunft, führte 2024 zu der Entscheidung der Organisation, nach 2026 den Stecker beim Grossen Preis der Niederlande zu ziehen.

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Betrag ist im Verhältnis zu den Risiken gering

„Es ist für uns zwingend erforderlich, an drei aufeinanderfolgenden Tagen ausverkauft zu sein, andernfalls sind wir nicht rentabel. Das ist ein schmaler Grat.“

„Ein einmaliger Rückgang ist nicht dramatisch, aber wir können es uns nicht erlauben, strukturell weniger Besucher anzuziehen“, erklärte Direktor Robert van Overdijk gegenüber der NOS.

Die Ausrichtung des Rennens kostete 2024 rund 70 Millionen Euro, doch die Reserven beliefen sich am Ende des Jahres auf lediglich 3,8 Millionen Euro. Dies hängt jedoch nicht zwangsläufig damit zusammen, wie viel Geld mit dem Grand Prix verdient wird.

Demnach sollen sich die Aktionäre in diesem Jahr eine Gewinnbeteiligung von 20 Millionen Euro ausgezahlt haben. Damit fliesst laut RTL Nieuws ein grosser Teil des Kapitals und damit der Puffer der F1 in den Niederlanden in die Taschen der Verantwortlichen. Laut DGP ist die Dividendenausschüttung keineswegs ungewöhnlich hoch.

„Das Unternehmerrisiko, die Dividendenausschüttung, wurde nun erst zum ersten Mal ausgezahlt.“

„Der Betrag steht in keinem Verhältnis zum jährlichen Kostenbudget und den damit verbundenen Risiken für die Organisation des Dutch Grand Prix.“

Auf die Frage, ob zusätzliche 20 Millionen bei einem Event mit Kosten von rund 70 Millionen Euro nicht gerade ein gesunder Puffer wären, antwortete die Organisation:

„Diese Kosten fallen pro Edition an, während die Dividende die Gesamtheit aller Austragungen bis einschliesslich 2024 abdeckt.“

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