Formel 1

Christian Horner pflichtet Toto Wolff überraschend bei

Christian Horner pflichtet Toto Wolff überraschend bei
ABU DHABI, UNITED ARAB EMIRATES - DECEMBER 12: Mercedes GP Executive Director Toto Wolff and Red Bull Racing Team Principal Christian Horner shake hands on the grid before the F1 Grand Prix of Abu Dhabi at Yas Marina Circuit on December 12, 2021 in Abu Dhabi, United Arab Emirates. (Photo by Dan Istitene - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Mercedes wegen Compression-Gate seit dem Winter in der Kritik: Unerwartete Unterstützung für Teamchef Toto Wolff

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat in dieser Woche scharf gegen konkurrierende Formel 1-Teams ausgeteilt. Hintergrund ist die anhaltende Kontroverse um das Thema Kraftstoffverdichtung im Rahmen des neuen Motorenreglements für 2026.

Laut Insidern hat Mercedes eine Grauzone im Reglement entdeckt, die es ermöglicht, zeitweise ein höheres Verdichtungsverhältnis als die erlaubten 16:1 zu nutzen, ohne dabei bei statischen Tests offiziell gegen die Regeln zu verstoßen. Wolff reagierte sichtlich gereizt.

„Die Regeln sind glasklar“, sagte er gegenüber Sky Sports.

„Sorgt also einfach dafür, dass ihr eure Hausaufgaben macht.“

„Heimliche Meetings zu organisieren, geheime Briefe zu schreiben und sich Testmethoden auszudenken, die es gar nicht gibt, bringt uns nicht weiter.“

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Jeder Angriff auf Mercedes könnte schädlich sein

„Vielleicht versucht man bereits Ausreden zu finden, noch bevor die Saison überhaupt richtig begonnen hat“, fügte er später hinzu.

Während eines technischen Meetings im Vorfeld des Shakedown-Tests in Barcelona diskutierten die Teams über die Möglichkeit, Echtzeit-Messungen des Verdichtungsverhältnisses einzuführen. Eine Maßnahme, die das vermeintliche Mercedes-Schlupfloch schließen könnte.

Doch diese Technologie erweist sich als komplex und wird höchstwahrscheinlich nicht mehr rechtzeitig zur Saison 2026 eingeführt. Unterdessen nimmt die Kritik zu, wobei vermutet wird, dass auch Red Bull ähnliche Techniken anwendet, wenn auch in begrenzterem Maße.

Der Performance-Gewinn durch diesen „Trick“ wird von einigen Experten auf rund drei Zehntelsekunden pro Runde geschätzt – ein erheblicher Vorteil in einem engen Wettbewerbsumfeld.

Auffallend ist, dass sich der ehemalige Red Bull-Teamchef Christian Horner unerwartet milde zu der Angelegenheit äußerte. In einem Interview mit 9 News Australia betonte er, dass Innovation und Interpretation schlichtweg zur DNA des Sports gehören.

„Dass jemand sagt, es sei ‚Betrug‘, geht mir zu weit“, so Horner. „In der Formel 1 geht es immer darum, ans Limit zu gehen. Es ist ein Spiel der Interpretationen.“

„Die Teams, die zu vorsichtig sind, landen nie an der Spitze. Man muss den Mut haben, in die Grauzone zu gehen, denn dort wird Performance gefunden.“

Seine Anmerkungen kommen überraschend, angesichts der jahrelangen Rivalität zwischen ihm und Wolff. Dennoch ist der politische Kontext relevant.

Horner wird derzeit als möglicher neuer Teamchef bei Alpine gehandelt, die ab 2026 mit Mercedes-Motoren an den Start gehen werden. Vor diesem Hintergrund könnte ein harter Angriff auf Mercedes seinen Chancen schaden.

Obwohl Red Bull viele Ingenieure aus der Mercedes-Motorenabteilung in Brixworth abgeworben hat, bestreiten sie weiterhin, die Techniken ihres Rivalen kopiert zu haben.

Laut Auto Motor und Sport arbeiten sie möglicherweise noch an der Entwicklung einer vergleichbaren Lösung, wären aber erst später in der Saison bereit, diese tatsächlich einzusetzen.

Sollte dies zutreffen und der Effekt dieses Motoren-Tricks so groß ausfallen wie erwartet, könnte dies das Kräfteverhältnis während der Saison drastisch verschieben.

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