Formel 1 BMW trifft Entscheidung über Formel-1-Rückkehr BMW / Gettyimages Von A. Schenk 26. Juni 2025 Sechzehn Jahre nach dem Ausstieg von BMW aus der Formel 1 wird die Frage immer lauter: Wird der bayerische Autobauer jemals in die Königsklasse des Motorsports zurückkehren? Mit dem Einstieg neuer Hersteller und der Einführung nachhaltigerer Motoren ab 2026 scheint der Zeitpunkt eigentlich ideal zu sein. Dennoch zeigt sich BMW M Motorsport auffallend zurückhaltend. Vor dem Start des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring, das BMW mit einem M4 für sich entscheiden konnte, sprach Andreas Roos, Leiter von BMW M Motorsport, mit Top Gear über die Zukunftspläne des Unternehmens. Rennkategorien In seinen Worten wird vor allem eines deutlich: BMW bevorzugt ganz klar andere Rennkategorien. „Für uns ist es wichtig, dass es eine Verbindung zwischen den Rennwagen und unseren Straßenmodellen gibt“, sagt Roos. „Wir sehen keine Überschneidungen mit den aktuellen Formel-1-Regeln.“ Laut BMW besteht das Problem vor allem in der technologischen Distanz zwischen Formel-1-Boliden und den Serienfahrzeugen der Marke. Die aktuellen Hypercars, mit denen BMW im Einsatz ist, teilen nämlich diverse Komponenten mit Straßenautos wie dem M5 oder dem XM. „Es ist zwar nicht exakt derselbe Motor, aber es gibt klare Parallelen“, erklärt Roos. Solche technischen Gemeinsamkeiten sieht er in der Formel 1 nicht. Zudem legt BMW großen Wert auf eine breite Motorsportstruktur. „Motorsport ist für uns ein Labor“, so Roos. Deshalb verfolgt BMW ein sogenanntes ‚Racing-Pyramidenmodell‘, bei dem Fahrer und Technologien vom M2 Racing über die GT4-Klasse bis hin zu den Hypercars aufsteigen. Dieses Konzept passe laut Roos nicht zum Formel-1-System. Während Hersteller wie Audi und Honda den Wiedereinstieg in die Formel 1 wagen, bleibt BMW also auf Distanz. „Zurzeit passt das Hypercar-Racing in der WEC und IMSA deutlich besser zu uns“, sagt Roos. Eine Rückkehr in die Formel 1 scheint damit ausgeschlossen, solange die Reglemente keine technische Brücke zu den Serienmodellen von BMW schlagen. Stattdessen konzentriert sich der Hersteller auf die Langstrecken-Weltmeisterschaft, auch wenn dort nicht alles reibungslos läuft. Roos kritisierte etwa das fehlende Gleichgewicht zwischen den Herstellern. Ferrari dominierte in diesem Jahr in Le Mans – sehr zum Unmut von BMW. „Wenn Ferrari es nicht vermasselt hätte, wären sie Erster, Zweiter und Dritter geworden. Wir fahren nicht nach Le Mans, um Vierter, Fünfter oder Sechster zu werden“, so Roos. Die Priorität von BMW liegt somit klar auf Rennserien mit technologischem Mehrwert. Eine Rückkehr in die Formel 1 bleibt vorerst ausgeschlossen. Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada Formel 1 Großer Automobilhersteller unterstützt V8-Rückkehr in die Formel 1 Formel 1 Max Verstappen: Mercedes-Konkurrenten verpassen ihm nach Nürburgring-Rennen neuen Spitznamen Formel 1 NASCAR erobert Europa: Racing.nl bietet vorübergehend 25% Rabatt auf den Season Pass Formel 1 Ehemaliger Renningenieur von Michael Schumacher: „Er tat Dinge, die nicht wirklich nett waren“ Formel 1 Helmut Marko enthüllt: Warum ihn alle nur den „Doktor“ nennen
Formel 1 Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada
Formel 1 Max Verstappen: Mercedes-Konkurrenten verpassen ihm nach Nürburgring-Rennen neuen Spitznamen
Formel 1 Ehemaliger Renningenieur von Michael Schumacher: „Er tat Dinge, die nicht wirklich nett waren“