Formel 1

Bernie Ecclestone (95) ist Vater eines 5-jährigen Sohnes: Wie ist das möglich?

Bernie Ecclestone (95) ist Vater eines 5-jährigen Sohnes: Wie ist das möglich?

Der Mann, der die Formel 1 groß machte: Bernie Ecclestone ist 94 und zeigt sich noch immer in bemerkenswerter Verfassung.

Seine Stimme ist leise, seine Haltung ruhig und in seinem Leben geht es längst nicht mehr um Macht oder Geld. Anstatt einer großen Feier hat er sich dazu entschieden, mit seiner Frau Fabiana und dem gemeinsamen fünfjährigen Sohn Ace auf seine Ranch in Brasilien zu reisen.

Der Kontrast zu seiner Vergangenheit könnte kaum größer sein. Ecclestone wuchs in Armut auf und wurde auf dem Küchentisch seiner Großmutter geboren.

Schon als Kind begann er mit dem Handeln, indem er Brötchen kaufte und diese mit Gewinn in der Schule weiterverkaufte. Später kaufte und reparierte er Motorräder und Autos, womit er bereits in jungen Jahren seine erste Million verdiente.

„Geld war nie meine Motivation. Es waren die Ideen und die Deals.“

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Ecclestone schaut noch immer jedes Rennen

Diese Mentalität führte letztlich zum Aufbau des modernen Formel 1-Imperiums. In den siebziger Jahren nahm er die kommerziellen Rechte in die eigene Hand und transformierte den Sport in ein weltweites Millionen-Business. Dennoch spricht er heute mit mehr Herzlichkeit über Freundschaft als über Erfolg.

„Echte Freunde? Vielleicht vier.“

Er nennt Namen wie Jochen Rindt, Niki Lauda und Max Mosley, Männer, die mittlerweile alle nicht mehr am Leben sind. Sein einziger Freund, der noch lebt, ist Flavio Briatore. Für Ecclestone bedeutet Freundschaft Loyalität, selbst wenn diese Risiken mit sich bringt.

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Sein heutiges Leben ist ruhiger und bescheidener, als man es von einem Milliardär erwarten würde. Kein Überfluss, kein Luxus, der beeindrucken muss. Gemeinsam mit Fabiana erzieht er seinen Sohn bewusst mit Regeln und Struktur.

„Er bekommt erst später ein Telefon. Das hat keine Eile.“

Ecclestone selbst ist mit dem Aufräumen beschäftigt, im sprichwörtlichen wie im übertragenen Sinne. Yachten werden verkauft, eine Kollektion von 69 Rennwagen wechselte für hunderte Millionen den Besitzer. Was bleibt, sind die Erinnerungen, seine Familie und seine Verbindung zum Sport. Er schaut noch immer jedes Rennen, auch wenn dieses mitten in der Nacht stattfindet.

Der einstige knallharte Geschäftsmann hat einem reflektierten Mann Platz gemacht, der auf ein Leben voller Extreme zurückblickt. Er hat alles gesehen, gewonnen und verloren, wirkt nun aber vor allem dankbar.

Keine großen Worte mehr, keine Strategien. Nur die einfache Feststellung von jemandem, der bereits alles erlebt hat und noch immer da ist.

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