Formel 1 Beben in der F1-Welt: Grand Prix von Miami soll am Sonntag abgesagt werden Liam Lawson and Arvid Lindblad pose for a portrait with VCARB 03 during Miami Special livery for 2026, in Miami, Florida, USA on April 29, 2026. // Chris Tedesco / Red Bull Content Pool // SI202604300010 // Usage for editorial use only // Von A. Schenk 30. April 2026 F1-News FIA Formel 1 Großer Preis von Miami Gewitter über Miami: Was bedeutet das für das Formel-1-Rennen am Sonntag? Für den Grand Prix von Miami an diesem Wochenende brauen sich dunkle Wolken über der Strecke zusammen. Die Wettervorhersagen für Sonntag sind besorgniserregend genug, um Fragen über den Rennverlauf aufzuwerfen. Doch eine Absage ist weniger wahrscheinlich, als es einige Medienberichte vermuten lassen. Freitag und Samstag sehen gut aus. Das Freie Training und das Sprint-Qualifying finden bei warmem und feuchtem Wetter statt, genau wie das Sprintrennen und das Qualifying am Samstag. Diese Sessions werden allesamt weitgehend trocken über die Bühne gehen. Der Sonntag ist eine andere Geschichte. Laut AccuWeather, der Wetterseite, auf die sich viele Teams verlassen, besteht am Renntag derzeit eine Regenwahrscheinlichkeit von 88 Prozent und eine Wahrscheinlichkeit von 53 Prozent für Gewitter. Der zweite Wert ist der entscheidende Punkt. In den Vereinigten Staaten gelten nämlich spezifische Regeln bezüglich Blitzeinschlägen, die nirgendwo sonst im Formel 1-Kalender Anwendung finden. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Blitzeinschläge Das US-Gesetz schreibt vor, dass große Outdoor-Events wie ein Formel 1-Rennen unterbrochen werden müssen, sobald die Gefahr von Blitzeinschlägen besteht. In einer solchen Situation kann der Rettungshubschrauber nicht starten, zudem wird die Lage für die Zuschauer gefährlich. Diese müssen das Gelände verlassen oder einen sicheren Unterschlupf aufsuchen. Der National Weather Service stellt klar, dass es im Freien keinen sicheren Ort gibt, sobald ein Gewitter in der Umgebung aufzieht. Das klingt dramatisch, bedeutet in der Praxis jedoch keine Absage. Das Szenario, das die FIA im Blick hat, ist eine einfache Rennunterbrechung mittels Roter Flagge. Alle Autos kehren in die Boxenstraße zurück und das Rennen wird wieder aufgenommen, sobald das Gewitter vorbeigezogen ist. FIA ist auf dieses Szenario vorbereitet Die FIA hat Erfahrung mit genau dieser Situation. Im vergangenen Jahr drohte in Miami das Gleiche, woraufhin der Verband einen detaillierten Aktionsplan erstellte. Dieser Plan regelt alles: Wie die Autos in die Garagen zurückkehren, in welcher Reihenfolge sie die Boxengasse wieder verlassen und wann der Restart erfolgen darf. „Wir verfolgen die Wettervorhersagen für dieses Wochenende genau. Aufgrund einer ähnlichen Situation im letzten Jahr in Miami haben wir einen Notfallplan bereit, den wir bei Bedarf aktivieren werden, um die Beeinträchtigung des Rennprogramms auf ein Minimum zu reduzieren“, so ein FIA-Sprecher. Zudem hat die FIA die Befugnis, die Startzeit zu verschieben, sollten sich die Vorhersagen verschlechtern. Das Rennen ist für 16 Uhr Ortszeit angesetzt, wobei der Sonnenuntergang gegen 20 Uhr erfolgt. Es gibt also Spielraum, um eine Front abzuwarten und danach trotzdem ein vollwertiges Rennen zu bestreiten. Risiken im Regen Ein zusätzlicher Faktor in diesem Jahr ist, dass die 2026er-Autos noch nie im Regen gefahren sind. Die Tests im Januar und die ersten drei Saisonrennen fanden allesamt unter trockenen Bedingungen statt. Regen in Miami wäre für fast jedes Team Neuland. Wie sich die neuen Boliden mit ihrem 50-50-Antrieb und der stark veränderten Aerodynamik bei nassen Bedingungen verhalten, ist für alle reine Spekulation. Pierre Gasly prognostiziert eine schwierige Aufgabe, erklärte aber, bereit zu sein. „Ich erwarte, dass es bei Nässe sehr herausfordernd wird“, so der Alpine-Pilot. „Aber ich bin vorbereitet. Ich weiß, was mich erwartet und wie ich das Beste daraus mache. Persönlich hätte ich nichts dagegen. Die Strecke hier hat bei nassen Bedingungen einige Tücken: die Brücken, der schwierige Grip und die Gefahr von Aquaplaning. Aber es bietet auch Chancen.“ Kurzum: Die Chance auf ein völlig normales Rennen ist an diesem Wochenende geringer als üblich. Eine Absage ist jedoch unwahrscheinlich. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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