Formel 1

Aston Martin ist Red Bull in einem Bereich bereits «weit voraus»

Aston Martin ist Red Bull in einem Bereich bereits «weit voraus»

Adrian Newey startet sein wohl letztes großes Abenteuer: Der Design-Guru soll Aston Martin zum Top-Team der Formel 1 formen.

Ein Team, das trotz seiner jahrzehntelangen Geschichte noch nie einen Grand Prix gewonnen hat. Aston Martin war bereits 1959 und 1960 kurzzeitig dabei, kehrte aber erst vor Kurzem durch das Rebranding von Racing Point in die Startaufstellung zurück. Seitdem wurden zwar neun Podestplätze eingefahren, ein Sieg blieb jedoch aus.

Da Adrian Newey nun sowohl als technischer Direktor als auch als Teamprincipal das Sagen hat, ist die Ambition klar, doch die Realität ist hart. Die Vorbereitung auf die Saison 2026 verlief alles andere als ideal.

Im Gespräch mit dem Team lässt Newey wissen, dass Aston Martin bei der Windtunnel-Entwicklung vier Monate hinter der Konkurrenz zurücklag. Das Team brachte erst Mitte April ein Modell des AMR26 in den Windkanal, während die meisten Rivalen bereits Anfang Januar damit begannen.

Diese Verzögerung hatte direkte Folgen. Aston Martin erschien erst am Ende des vorletzten Tages beim Shakedown in Barcelona auf der Strecke. Obwohl der Wagen mit seinem radikalen Design beeindruckte, räumt Newey ein, dass der Rückstand spürbar ist und das Team Zeit benötigt, um den Anschluss an die Spitze zu finden.

Dennoch sieht Newey auch große Vorteile für die langfristige Zukunft. Einer der wichtigsten Trümpfe ist der brandneue Windkanal, der im Frühjahr 2025 in Betrieb genommen wurde.

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Aerodynamik weiterhin wichtigster Faktor

Während er bei Red Bull in seinen letzten Jahren durch einen veralteten Windkanal frustriert war, ist die Situation bei Aston Martin seiner Meinung nach ein gewaltiger Unterschied.

„Der CoreWeave-Windkanal ist absolut State-of-the-Art“, sagt Newey.

„Ich würde sagen, dass es wahrscheinlich der beste Windkanal der Welt für Formel 1-Zwecke ist.“

„Er wurde komplett nach unseren Spezifikationen gebaut, wobei die technologische Expertise von CoreWeave direkt in das Design eingeflossen ist.“

„Das ist für uns ein Gamechanger.“

Laut Newey ist die Aerodynamik nach wie vor der wichtigste Faktor, wenn es um die Performance in der Formel 1 geht. Und dafür ist ein hochwertiger Windkanal unverzichtbar.

„Wir ernten bereits jetzt die Früchte davon“, so der Brite.

Neben dem Bau eines konkurrenzfähigen Autos möchte Newey vor allem einen Wagen entwerfen, der konstant abliefert und den beide Fahrer, sowohl Fernando Alonso als auch Lance Stroll, mit Vertrauen steuern können.

In den vergangenen Saisons, besonders während der Ground-Effect-Ära von 2022 bis 2025, galt der Aston Martin als schwierig zu händelndes Auto. Newey beobachtete dies aus der Ferne.

„Die vorherige Generation von Autos war schwierig zu fahren. Der Aston Martin stach in dieser Hinsicht negativ hervor“, sagt er.

„Mit diesem neuen Reglement versuchen wir ein Auto zu bauen, mit dem Lance und Fernando stabil ein hohes Leistungsniveau erreichen können.“

Das erste Aston Martin-Design unter Neweys Leitung hat bereits für viel Aufsehen gesorgt. Die Konkurrenzteams zeigten sich beeindruckt von der kompakten Bauweise und den innovativen Elementen. Doch ob sich dies in reinen Speed auf der Strecke übersetzt, hängt auch vom Motorenpartner ab.

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