Formel 1

Adrian Newey: Kostbarer Fehler bei Aston-Martin-Upgrade zum Ungarn-GP

Adrian Newey: Kostbarer Fehler bei Aston-Martin-Upgrade zum Ungarn-GP

Vom großen Ehrgeiz zum Debakel: Aston Martin erlebt eine Saison zum Vergessen

Aston Martin setzt beim Großen Preis von Ungarn alles auf eine Karte, um eine bisher katastrophale Saison 2026 doch noch zu retten. Das Team bringt die von Adrian Newey lang erwartete B-Spezifikation des AMR26 an die Strecke. Doch noch bevor das Rennwochenende richtig begonnen hat, scheint sich derselbe entscheidende Fehler zu wiederholen, der sich bereits bei den Wintertests als so kostspielig erwies.

Der runderneuerte AMR26 ist zweifellos das Hauptgesprächsthema im Fahrerlager an diesem Wochenende. Nach einer Saison, in der Aston Martin teilweise bis zu fünf Sekunden pro Runde auf die Konkurrenz verlor, reist das Team mit einem fast vollständig umgebauten Auto nach Budapest.

Das Getriebe ist neu, der Unterboden wurde komplett überarbeitet, die Sidepods wurden angepasst und auch das gesamte Heck des Fahrzeugs wurde modifiziert – alles auf der Suche nach dem Speed, den das Team die gesamte Saison über vermissen ließ.

Und die Entwicklung macht hier nicht halt. Ein weiteres Motor-Upgrade über den ADUO-Mechanismus wird nach der Sommerpause erwartet, wenn die Formel 1 in Zandvoort gastiert.

Wie groß der Effekt all dieser Änderungen sein wird, weiß derzeit noch niemand. Die erste Antwort wird es erst geben, wenn der AMR26 in Budapest auf die Strecke geht, doch es gibt bereits jetzt Grund zur Sorge.

Die Vorbereitung von Aston Martin auf den Großen Preis von Ungarn weist nämlich auffallend viele Parallelen zum Vorlauf der Wintertests auf, die für das Team in einem regelrechten Albtraum endeten.

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Aston Martin kommt mit komplett neuem Auto

Die Warnsignale für die Saison 2026 waren deutlich, als das Team zu spät zum Shakedown in Barcelona erschien. Das Auto musste Hals über Kopf zum Test gebracht werden, was sich auf der Strecke sofort rächte: Aston Martin war meilenweit von der Musik entfernt.

In Bahrain wurde der Rückstand schmerzhaft offensichtlich. Die Honda-Power-Unit war hoffnungslos unterlegen und unzuverlässig; Teambesitzer Lawrence Stroll war außer sich vor Wut, nachdem er den AMR26 in Bahrain in Aktion gesehen hatte.

Seitdem ist es mit quälend langsamen Rundenzeiten und häufigen Ausfällen nur noch schlimmer geworden. Beim Großen Preis von Belgien war Aston Martin wegen extremem Clipping auf den Geraden sogar langsamer als ein GT3-Fahrzeug.

Bis zu diesem Wochenende in Ungarn hatte das Team das Auto überhaupt nicht aktualisiert. Die Hoffnung ist nun, dass die neuen Komponenten dramatische Verbesserungen bringen, damit man endlich wieder um Positionen kämpfen kann.

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Newey und Aston Martin haben jedoch offenbar erneut denselben entscheidenden Fehler gemacht: Wie schon bei den Wintertests wirkt alles überhastet. Wie diverse Journalisten und Medien berichten, verließ das Aston-Martin-Personal Silverstone erst am Dienstag.

Laut einem Bericht der italienischen Ausgabe von Motorsport.com bedeutet dies, dass das gesamte Material erst im allerletzten Moment eintrifft.

Man hofft zwar, dass sowohl Fernando Alonso als auch Lance Stroll die Upgrades in Budapest erhalten, aber Aston Martin kämpft damit, rechtzeitig genügend Ersatzteile für das Wochenende bereitzustellen. Der Druck, beide Autos rechtzeitig aufzubauen, steigt – ein klassisches Rezept für Probleme.

Das Team hatte keine Zeit, die Komponenten vorab zu testen, daher lässt sich noch nicht sagen, ob sie tatsächlich wie gewünscht funktionieren. Verschiedene Berichte suggerieren, dass die B-Spezifikation zwei Sekunden pro Runde und 50 PS bringen soll. Doch wenn die Autos nicht rechtzeitig fertig werden, ist jeder theoretische Gewinn wertlos.

Sämtliches Material kommt auf den letzten Drücker an

Alles, was Aston Martin derzeit unternimmt, wirkt wie eine Panikreaktion und der verzweifelte Versuch, irgendwie Boden gutzumachen. Doch Überhast bringt das Team nicht weiter und könnte die Lage sogar verschlimmern.

Honda hat zudem bereits ein Problem mit den Upgrades entdeckt. Aston Martin kämpft damit, das von der FIA vorgeschriebene Limit für das Kraftstoff-Verdichtungsverhältnis einzuhalten.

Für Alonso und Stroll wird das Wochenende in Budapest damit zu einer Geduldsprobe. Beide Piloten mussten in dieser Saison schon viel einstecken und werden hoffen, dass die neuen Teile tatsächlich den entscheidenden Unterschied machen.

Falls nicht, wartet auf das Team nach der Sommerpause in Zandvoort zwar eine neue Chance mit dem Honda-Motorenupdate, aber dann mit der bitteren Erkenntnis, dass erneut wertvolle Zeit verloren gegangen ist.

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