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Ab heute: So sparen Sie 0,67 Euro pro Liter Benzin beim Tanken an dieser Station

Ab heute: So sparen Sie 0,67 Euro pro Liter Benzin beim Tanken an dieser Station

Spritpreise im Vergleich: Tankenstopps müssen nicht überall gleich teuer sein

Deutschland senkt die Kraftstoffsteuer vorübergehend um 17 Cent pro Liter. Die Maßnahme gilt vom 1. Mai bis einschließlich 30. Juni 2026 als Reaktion auf die stark gestiegenen Spritpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten.

Für Niederländer in der Grenzregion klingt das nach einer guten Nachricht. Doch wer am 1. Mai sofort über die Grenze fährt, um günstig zu tanken, könnte enttäuscht werden.

Der deutsche Bundestag stimmte am 24. April dem sogenannten zweiten Entlastungspaket zu, das eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel vorsieht.

Laut deutschen Medien handelt es sich insgesamt um einen Rabatt von brutto 17 Cent pro Liter Kraftstoff, wobei 14,4 Cent weniger Steuern erhoben werden und knapp drei Cent weniger Mehrwertsteuer anfallen.

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Immer größere Differenz zu den Niederlanden

Derzeit kostet ein Liter Benzin in Deutschland im Durchschnitt etwas mehr als 2 Euro. Die Kraftstoffpreise liegen in Deutschland momentan im Schnitt niedriger als in den Niederlanden.

Laut ANWB kostet ein Liter Diesel in Deutschland circa 2,27 Euro und Benzin etwa 2,07 Euro, was einen Unterschied von rund 20 Cent pro Liter ausmacht. Nach der Preissenkung wird sich diese Differenz zu den Niederlanden also weiter vergrößern.

Das Problem liegt jedoch in der Lagerhaltung der Tankstellen. Die niedrigere Steuer gilt nur für neue Lieferungen, die ab dem 1. Mai eingekauft werden.

Darauf sollten Sie achten, bevor Sie zur Tankstelle fahren

Tankstellen, die zu diesem Zeitpunkt noch Kraftstoff aus einer älteren Lieferung in den Tanks haben, verkaufen diesen zu den bisherigen Tarifen. Erst wenn dieser Vorrat aufgebraucht ist, kann der Preis sinken.

Bei hochfrequentierten Stationen entlang der Grenze geht das schneller, da der Durchsatz größer ist und öfter frische Lieferungen eintreffen. Bei ruhiger gelegenen Standorten kann es mehrere Tage dauern, bis Autofahrer tatsächlich weniger bezahlen.

Wer die Grenze in Richtung Bocholt, Emmerich am Rhein oder Isselburg überquert, hat keine Garantie, dass der Preis bereits gesunken ist. Für Autofahrer in den Grenzregionen war der Preisunterschied bereits erheblich und droht in den kommenden Monaten weiter anzuwachsen.

Dabei spielt auch eine Rolle, dass der 1. Mai in Deutschland ein offizieller Feiertag ist. Viele Deutsche haben frei, was für zusätzliches Verkehrsaufkommen auf den Straßen und an den Tankstellen im Grenzgebiet sorgt.

Wartezeiten können dadurch zunehmen. Wer wirklich von den niedrigeren Preisen profitieren möchte, vergleicht am besten online die aktuellen Zapfsäulenpreise, bevor die Grenze überquert wird, und wählt einen ruhigeren Zeitpunkt später am Tag.

Viele Autofahrer schieben ihren Tankstopp momentan bewusst auf, in der Hoffnung, bald günstiger tanken zu können. Das klingt logisch, ist aber in gewisser Weise kontraproduktiv. Geringere Verkaufszahlen bedeuten nämlich, dass bestehende Vorräte langsamer verbraucht werden. Dadurch dauert es wiederum länger, bis die Tankstellen neuen, günstigeren Kraftstoff erhalten.

Finanzkommentator Martin Visser weist darauf hin, dass es für das niederländische Kabinett relativ teuer ist, die Steuern zu senken. „Es kostet eine Milliarde, um um zehn Cent zu senken, und in Deutschland gehen sie auf 17 Cent. In den Niederlanden würde das mehr als anderthalb Milliarden Euro kosten“, so Visser.

In weiteren Ländern sinken die Benzinpreise

Deutschland hatte bereits Anfang des Jahres Maßnahmen aufgrund der stark gestiegenen Kraftstoffpreise ergriffen. So dürfen die Preise an der Zapfsäule seit dem 1. April nur noch einmal täglich angepasst werden, zudem hat das Land einen Teil der Ölreserven freigegeben. Zuvor hatten auch Länder wie Schweden, Griechenland, Spanien und Italien Steuersenkungen auf Kraftstoffe angekündigt.

Um die Senkung zu finanzieren, will die deutsche Regierung noch in diesem Jahr die Tabaksteuer erhöhen. Diese Erhöhung war eigentlich erst für 2026 geplant. Zudem dürfen Arbeitgeber in diesem Jahr einmalig einen Bonus von 1.000 Euro steuerfrei auszahlen, um die hohen Preise zu kompensieren.

In den Niederlanden werden die Steuern vorerst nicht angepasst. Das Kabinett hat sich stattdessen dazu entschieden, die Reisekostenpauschale leicht anzuheben.

Das macht den Preisunterschied an der Zapfsäule nicht geringer. Sobald die neuen deutschen Preise vollständig umgesetzt sind, zahlt ein Autofahrer in den Niederlanden circa 2,57 Euro pro Liter Euro95, während der Preis an den deutschen Tankstellen Richtung 1,90 Euro tendiert.

Das macht einen Unterschied von etwa 67 Cent pro Liter. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern summiert sich das auf über 33 Euro.

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