Formel 1 620-Millionen-Euro-Ruine: Verlassene F1-Strecke ist weiterhin für Besucher zugänglich Von A. Schenk 8. Februar 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Spanien Verlassene Formel-1-Strecken: Millionenprojekte verrotten als Geisterkurse. Der Formel 1 Kalender ist heutzutage gespickt mit glanzvollen Stadtkursen wie jenen in Las Vegas und Miami sowie technologisch hochmodernen Strecken wie dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi. Dennoch gibt es auch eine Reihe von Rennstrecken aus der jüngeren Geschichte, auf denen nie ein Rennen ausgetragen werden durfte oder die inzwischen komplett verlassen sind. Einige dieser Schauplätze kosteten dreistellige Millionenbeträge, sind nun aber dem Verfall oder der Nostalgie preisgegeben. Ein besonders eklatantes Beispiel ist der Stadtkurs von Hanoi. Die Strecke in der vietnamesischen Hauptstadt wurde von Hermann Tilke entworfen und sollte im Jahr 2020 ihr Debüt feieren. Lies auch: FIA-Präsident bestätigt: Formule 1 erhält neues Motorenreglement – Das ist die künftige Power-Unit Millionen an verschenktem Geld Der Grand Prix wurde jedoch aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Ursprünglich war geplant, die Veranstaltung im Jahr 2021 nachzuholen. Das änderte sich schlagartig, als im November 2020 der damalige Bürgermeister Nguyen Duc Chung wegen Korruption verhaftet wurde, wenn auch in Angelegenheiten, die nicht im Zusammenhang mit dem Grand Prix standen. Der Schatten, den dies auf das Projekt warf, reichte aus, um es endgültig aus dem F1-Kalender zu streichen. Obwohl die Stadt Hanoi stolze 540 Millionen Euro für den Bau veranschlagt hatte, ist nie ein Formule 1 Auto über den Asphalt gefahren. Heute liegt der halbe Kurs verlassen da, mit ungenutzter Infrastruktur und ohne Aussicht auf Fertigstellung. Ein weiterer verlassener Ort ist der Valencia Street Circuit in Spanien. Dieser Kurs wurde zwischen 2008 und 2012 fünfmal für den Großen Preis von Europa genutzt. Das Layout mit vielen rechtwinkligen Kurven und nur einer langen Geraden machte das Überholen schwierig, weshalb viele Fans die Rennen dort als langweilig empfanden. Der Organisator, Valmar Sport, schloss einen kostspieligen Deal mit Bernie Ecclestone ab, häufte dabei aber Schulden in Höhe von rund 295 Millionen Euro an. Nach dem letzten Rennen im Jahr 2012 verfiel das Gelände. Artikel geht weiter unter dem Bild. Seit 2013 ist die Strecke komplett verlassen und teils überwuchert. Alte Leitplanken und Boxengebäude stehen noch, sind aber mittlerweile durch die Zeit und Vandalismus schwer beschädigt. Frankreich, einst eine führende F1-Nation, hat derzeit keinen eigenen Grand Prix. Dennoch spielte der historische Reims-Gueux Kurs einst eine wichtige Rolle. Zwischen 1950 und 1966 wurden hier 13 F1-Rennen ausgetragen. Im Jahr 1969 fanden noch Sportwagenrennen statt, doch drei Jahre später fiel endgültig der Vorhang. In den späten 90er Jahren keimte kurzzeitig Hoffnung auf eine Wiedereröffnung auf, doch dieser Plan scheiterte und im Jahr 2002 begann der Abriss großer Teile der Strecke. Was Reims-Gueux einzigartig macht, ist, dass der Ort trotz allem immer noch besucht werden darf. Fans können mit Genehmigung der örtlichen Denkmalschutzvereinigung Les Amis du Circuit du Gueux die verbliebenen Bauten besichtigen. Teile des alten Fahrerlagers und einige Tribünen stehen noch als stille Zeugen des vergangenen Motorsports-Glanzes. Die Geschichten dieser Rennstrecken verdeutlichen die Unbeständigkeit von Formel 1 Projekten. Was einst ehrgeizige Pläne mit Milliardenverträgen und internationalem Flair waren, sind heute vor allem Beispiele dafür, wie schnell die F1-Welt weiterzieht, wenn politische, finanzielle oder sportliche Hindernisse auftauchen. Lies auch: Jeremy Clarkson kann es nicht lassen: Seitenhieb gegen Lewis Hamilton nach historischem Sieg Lies auch: Virgil van Dijk suchte Kontakt zu Verstappen: Das schrieb er ihm kurz vor Niederlande gegen Japan Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 FIA-Präsident bestätigt: Formule 1 erhält neues Motorenreglement – Das ist die künftige Power-Unit Formel 1 Jeremy Clarkson kann es nicht lassen: Seitenhieb gegen Lewis Hamilton nach historischem Sieg Formel 1 Virgil van Dijk suchte Kontakt zu Verstappen: Das schrieb er ihm kurz vor Niederlande gegen Japan Formel 1 Schlechte Nachrichten für die Oranje-Fans: Max Verstappen dämpft die Erwartungen Formel 1 FIA greift durch: Harte Zeitstrafe gegen Kimi Antonelli Formel 1 FIA bestätigt offizielles Ergebnis des Barcelona-GP nach Zeitstrafen
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